Freitag, 12. Jänner 2007

11 Streifen, 1 Hubschrauber, 1 Diensthund: Spektakuläre Jagd nach Einbrechern in NÖ

  • Beamter gab bei erfolgloser Suche Signalschuss ab

Trotz massiven Polizeieinsatzes - elf Streifen, ein Hubschrauber, ein Diensthund - und Abgabe eines Signalschusses ist zwei Einbrechern in Baden die Flucht gelungen. Nach Mitteilung der Stadtpolizei hatte eine Anrainerin zwei Männer beim Überklettern eines Gartenzaunes beobachtet. In der Folge wurde das betroffene Haus, bei dem eine Fensterscheibe eingeschlagen war, umstellt.

Ein Polizist nahm einen Flüchtenden wahr, der sich über ein Nachbargrundstück aus dem Staub machte. Ein zweiter Beamter nahm die Verfolgung auf und rief dem Verdächtigen mehrmals zu, er solle stehen bleiben, was dieser ignorierte. Da bei der Verfolgung im Laufen ein Funken nicht mehr möglich war, gab der Beamte zur Signalisierung seines Standortes für seinen Kollegen einen Signalschuss senkrecht in die Luft ab. Durch den Schuss wurde niemand verletzt oder gefährdet.

Weitere eintreffende Kräfte versuchten, so rasch wie möglich das Fluchtgebiet abzuriegeln. In dem dicht bewachsenen Gelände am Straßendamm gelang dem Verdächtigen jedoch die Flucht. In der Zwischenzeit wurden ein Diensthund und der Hubschrauber des Innenministeriums angefordert.

Ein weiterer Verdächtiger flüchtete nach Angaben von Anrainern über andere Grundstücke und verschwand dann in unbekannter Richtung. Die Täter waren vorher gewaltsam über ein Stiegenhausfenster in das Haus eingestiegen und hatten in zwei Räumen Laden und Fächer durchwühlt. Dabei wurde offensichtlich Schmuck gestohlen, die Höhe des Schadens war zunächst nicht bekannt.

Jener Flüchtige, der von den Beamten verfolgt wurde, war etwa 180 cm groß und mit Jeans und dunkler Lederjacke bekleidet. Der zweite Mann war nach Angaben der Anrainer kleiner (160-170 cm) und korpulent. (APA/red)

12.1.2007 09:46