Top-Event-Macher im Talk: Schleife gegen Krönchen
- Opernball: Zu traditionell und zu teuer?
- Life Ball: Mit Provokation an die Spitze?

Opernball: Zum 51. Mal wird der Ball der Bälle am 15. Februar in der Staatsoper zelebriert. Nur für die Reichsten?
Life Ball: Hat das Aids-Spektakel (26. 5. wieder im Rathaus) den Opernball an Glanz und Glamour überholt?
Die beiden verstehen ihr Geschäft wie wenige andere und ihr Geschäft ist der Glanz der Öffentlichkeit: Elisabeth Gürtler, 56 und schon als Sacher-Chefin eine Koryphäe, richtet am 15. Februar den Wiener Opernball aus und der hatte bisher keine einschlägige Konkurrenz zu fürchten. Mit feinem Sinn für Glanz und Klassik, Eleganz und Tradition dirigiert sie zum achten Mal den Ball der Republik. Gery Keszler, 43 und weltweit agierender Red-Ribbon-Aktivist, eröffnet am 26. Mai zum 15. Mal den Life Ball: ein buntes, ja grellbuntes, gesellschaftliche Zwänge negierendes und persiflierendes Spektakel der Lebensfreude und Toleranz im Dienste der Aids-Charity. NEWS bat zwei unterschiedliche Persönlichkeiten zum Gespräch über Gemeinsamkeiten und Trennendes der beiden Top-Events des Jahres 2007.
NEWS: Frau Gürtler, waren Sie schon auf dem Life Ball?
Gürtler: Ich war noch nie dort. Schade, gell? Ich finde es toll, dass es ihn gibt. Andreas Treichl hat mich schon einmal eingeladen. Aber ich bin, ehrlich gesagt, nicht so eine wahnsinnig lustige Person. Ich bin nicht der Typ für schrille Verkleidungen.
Keszler: Es sind genauso viele Leute im Smoking da. Mit einem langen Ballkleid wäre es eher anstrengend wegen des Gedränges. Sie sollten kommen, so wie Sie sind, denn am Life Ball geht es ums Authentischsein.
Gürtler: Als Kind war ich in unserem Hotel in Seefeld einmal als Pirat verkleidet. Hüte, Schärpen und Schminke habe ich sehr lustig gefunden. Aber beim Life Ball muss dies ja alles großartig, schrill und grell sein. Dazu fehlt mir die Fantasie.
Das ganze ballgespräch lesen Sie im neuen NEWS
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