Mittwoch, 3. Jänner 2007

Liese Prokop: ,Sie war eine starke Frau‘

Drama Prokop: Der Mann von Innenministerin Liese Prokop, Gunnar, erzählt, wie er am Silvesterabend die Tragödie erlebte: ,Sie stieg noch selbst in den Rettungswagen.‘

Das Drama der Silvesternacht – im Türnitzgraben kam der Tod. Gunnar Prokop, Ehemann von Innenministerin Liese Prokop, der legendär-wortgewaltige Sportfunktionär, schildert im Gespräch mit NEWS berührend und mit leiser Stimme, wie er die Tragik um seine Gattin erlebte:

„Die Rettungskräfte setzten sich unglaublich ein, aber die Liese hat keine Chance mehr gehabt.“ Der Aortariss war schicksalhaft. Unglaublich tragisches Detail: Liese Prokop, zeitlebens eine Kämpferin, war es in den letzten Minuten ihres Lebens überhaupt nicht recht, dass wegen ihr just in der Silvesternacht alles von Rettungsleuten, Ärzten über Polizei bis zu einem Herzchirurgenteam alarmiert wurde. „Ist denn das wirklich grad heut notwendig?“, zitiert Gunnar Prokop ihre letzten Wor?te, ehe sie noch selbst in den Notarztwagen stieg und sich weigerte, getragen zu werden. Nur Sekunden danach, im Türnitzgraben unterhalb von Annaberg, setzte ihr Todeskampf ein.

Das Land Niederösterreich trauert um „ein Stück Identität“. „Mit Ministerin Liese Prokop, die mit NÖ verwachsen war, ist ein Stück unserer Identität gegangen“ – LH Erwin Pröll stockt noch immer die Stimme, wenn er über den Tod seiner engsten politischen Weggefährtin der letzten 26 Jahre spricht. Zehn Jahre, ehe er selbst seine politische Laufbahn begann, startete Prokop schon als blutjunge 28-jährige Abgeordnete 1969 im nö. Landtag ihre bemerkenswerte Karriere, die sie – nach 22-jähriger Tätigkeit auch in der Landesregierung – 2004 als 63-Jährige noch in das Amt der Innenministerin führen sollte.

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS

3.1.2007 17:35