Weisheitszähne sind doch für etwas gut: Stammzellen bilden Wurzel und Wurzelhaut!
- Nach drei Monaten stark genug um Krone zu halten
- Versuche mit Mini-Schweinen brachten erste Erfolge
Stammzellen aus Zähnen könnten zur Behandlung von Zahnproblemen eingesetzt werden. Ein internationales Forscherteam hat entdeckt, dass Stammzellen aus der Wurzel von Weisheitszähnen in der Lage sind, sowohl Zahnwurzel als auch Wurzelhaut zu bilden.
Pflanzten die Wissenschafter die Zellen einem Schwein ein, so entwickelten sie sich zu einem Verbund aus Zahnwurzel und Wurzelhaut, der fest genug war, um eine Krone zu halten.
Die Experten aus den USA, China, Japan, Südkorea und Australien benutzten Stammzellen, die sie Weisheitszähnen von 18- bis 20-jährigen Menschen entnommen hatten. Die Zellen wurden zusammen mit einem Implantat Minischweinen anstelle des unteren Schneidezahnes eingesetzt. Nach drei Monaten war das Implantat so fest mit dem Kiefer verwachsen, dass die Forscher eine Krone darauf befestigen konnten.
Das entstandene Zahnpräparat sei zwar nicht ganz so stark wie der ursprüngliche Zahn, erfülle aber seine Aufgabe, schreiben die Forscher in der Online-Zeitschrift PLoS One". Das Verfahren könne künftig Patienten helfen, die etwa wegen Problemen am Kieferknochen nicht für ein Implantat in Frage kämen. (apa)
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