Freitag, 5. Jänner 2007

Es werden steigende Flugpreise erwartet:
Offensive für Fluglotsenausbildung gefordert

  • Forderung nach einer europäischer Flugsicherung
  • In der EU soll ein einheitlicher Standard gelten

Auf Grund der Tarifforderungen der Fluglotsen erwartet der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Fluggesellschaften und der Chef der Fluggesellschaft Air Berlin, Joachim Hunold, steigende Flugpreise in Deutschland.

Hnold sagte der Zeitschrift "Wirtschaftswoche" nach einer Vorabmitteilung von Freitag: "Ob mit oder ohne Streik - am Ende wird es in jedem Fall zu einem teuren Tarifabschluss kommen, den zunächst die Fluggesellschaften über höhere Gebühren, am Ende aber Passagiere über höhere Preise bezahlen müssen."

Kritik an den Fluglotsen
Der Chef der Air Berlin, die 24 Prozent am österreichischen Billigflieger "Niki" von Niki Lauda hält, kritisierte, die Fluglotsen besäßen eine Monopolstellung und könnten deshalb die Bedingungen diktieren. Er warf dem Bund als Inhaber der Deutschen Flugsicherung vor, er lasse es de facto zu, dass "die Gewerkschaft die Zahl der auszubildenden Lotsen bestimmen darf und auf diesem Weg für eine künstliche Personalverknappung sorgen kann".

Europäische Flugsicherheit
Der Verbandspräsident forderte "eine Ausbildungsoffensive und vor allem eine Marktöffnung" in Europa: "Anstelle der zahlreichen nationalen Einrichtungen brauchen wir eine privatwirtschaftlich organisierte europäische Flugsicherung, die grenzübergreifend Fachpersonal auch von freien Dienstleistern dort einsetzen kann, wo man sie braucht", erklärte Hunold. Sicherheits- oder Verständigungsprobleme gäbe es dabei nicht, da in der gesamten EU ein einheitlicher Standard gelte und Englisch auf der ganzen Welt die Arbeitssprache aller Lotsen sei. (apa/red)

5.1.2007 16:02

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