Mietpreise im Einzelhandel: In Wien legten letztes Jahr vor allem die Spitzenlagen zu
- "Goldenes U" in Innerer Stadt hat weiter profitiert
2006 haben bei den Einzelhandels-Mietpreisen nur die Wiener Spitzenlagen zulegen können. Dieses Resümee zog der Makler CPB Immobilientreuhand. Besonders gut entwickelt hat sich dabei das "Goldene U" bestehend aus Kärntner Straße, Graben und Kohlmarkt in der Inneren Stadt.
Die Mietpreise würden sich in diesem Bereich zwischen 160 und 220 Euro pro Quadratmeter bewegen. In Einzelfällen würden sogar 300 Euro gezahlt. Das Areal werde verstärkt von internationalen Ketten genutzt. Aber auch die Innere Mariahilfer Straße läge mit Preisen für Neuvermietungen zwischen 45 bis 130 Euro pro Quadratmeter gut.
Das Gleiche gelte für Einkaufszentren in Toplage. So können etwa die SCS, das Donauzentrum oder Gerngross leichte Mietanstiege verbuchen. Kleinere Zentren müssen sich hingegen mit stabilen Mieten begnügen.
Allerdings würden auch einige B-Lagen in der Inneren Stadt von der Entwicklung profitieren. CPB nennt hier etwa die Nagler- oder die Rauhensteingasse, die sich mit Angeboten abseits des Mainstreams etabliert hätten. In Teilen von Mariahilf und Neubau, so in der Neubaugasse oder dem Spittelberg, würde eine alternative Szene für gute Nachfrage sorgen.
Zu den Verlierern der Mietpreisentwicklung gehören hingegen weiter die Bezirks-Einkaufsstraßen wie die Meidlinger Hauptstraße, Thalia- und Taborstraße. Hier werde bei Neuvermietungen immer öfter nicht mehr der alte Mietpreis erzielt.
In Österreich sei dabei der Filialisierungsgrad, also die Zahl der Ketten im Vergleich zu lokalen Einzelhändlern, deutlich höher als etwa in Deutschland und Italien. "Internationale Ketten und Franchisesysteme dominieren den Markt fast vollständig, während es etwa in allen deutschen Großstädten zahlreiche traditionsreiche lokale Einzelhändler und Kaufhäuser gibt", so CPB-Geschäftsführer Michael Ehlmaier. (apa)
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