Sonntag, 14. Jänner 2007

Salzburg behauptet Tabellenführung: Rote Bullen fertigen Innsbruck klar mit 7:0 ab!

  • VSV siegt gegen Capitals erst im Penaltyschießen
  • PLUS: Tabelle, Ergebnisse und alle Torschützen!

Die Red Bulls Salzburg haben am Sonntag in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) die Tabellenspitze eindrucksvoll verteidigt. Die Salzburger deklassierten in Innsbruck die Haie mit 7:0 und liegen nach ihrem höchsten Saisonsieg weiter einen Punkt vor Meister Pasut VSV. Die Villacher setzten sich in Wien bei den viertplatzierten Vienna Capitals nach Penaltyschießen mit 3:2 durch.

Die drittplatzierten Black Wings Linz festigten ihren Platz in den Playoff-Rängen mit einem souveränen 6:1-Kantersieg gegen Jesenice. Im Duell der beiden Nachzügler feierte der KAC gegen Schlusslicht Graz 99ers einen 6:3-Sieg, der Rekordmeister liegt aber noch immer sieben Punkte hinter Platz vier.

Innsbrucker schlitterten gegen Salzburg in ein 0:7-Debakel
Tabellenführer Red Bull Salzburg hat in Innsbruck einen ungefährdeten 7:0-Sieg gefeiert. Nach bisher im Neuen Jahr noch nicht überzeugenden Auswärtsleistungen der Salzburger machten es die Innsbrucker den Gästen diesmal extrem leicht. Die Truppe von Trainer Alan Haworth agierte ohne Taktik, ohne Einsatz, ohne Kampfgeist und ohne Glück.

Die Salzburger bekamen mit jedem Treffer in diesem West-Derby mehr Selbstvertrauen und zogen schließlich ein Lehrspiel für die Tiroler Haie auf. Held der Salzburger war Torhüter Bernhard Bock mit seinem shut-out.

Als nach Toren von Grabher-Meier (7.), Trattnig (9. in Überzahl) und Hendrickson (20.) die Salzburger Bullen nach dem ersten Drittel bereits mit 3:0 führten, machte bei den Innsbruckern der völlig entnervte ehemalige Nationaltorhüter Claus Dalpiaz seinem Kollegen Fabio Gottardis Platz.

Doch auch ihm erging es nicht viel besser: Salzburg diktierte das Spiel und erst als sie nach weiteren Treffern von Harand und Koch nach 30 Minuten mit 5:0 voran lagen, beschränkten sie sich nur noch auf das Allernötigste und kamen trotzdem noch zu zwei Treffern

Auffallend bei den Tirolern: In 18 Minuten in Überzahl schossen sie nur einmal auf das Salzburger Tor, da war jedoch Bullen-Schlussmann Bernhard Bock zur Stelle. Wie lustlos die Innsbrucker agierten, sah man auch daran, dass alle Strafminuten (sechs plus zehn Diszilpinar) auf das Konto von Enfant-Terrible Todd Elik gingen.

VSV setzte sich bei Capitals nach Penaltyschießen durch
Die Villacher Adler haben auch im sechsten Saisonduell mit den Vienna Capitals gepunktet. Der Meister gewann in Wien mit 3:2 nach Penaltyschießen und blieb damit Tabellenführer Red Bull Salzburg mit einem Punkt Rückstand an den Fersen. Marc Brown wurde mit zwei verwandelten Penaltys der Matchwinner für die Villacher, die die Serie der Wiener nach vier Heimsiegen beendeten.

Beide Teams zeigten den 4.400 Zuschauern in der ausverkauften Albert-Schultz-Halle schnelles, offensives und attraktives Eishockey. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie hatten die Caps die klareren Torchancen, schon in den ersten fünf Minuten klingelte die Scheibe zweimal am Torgehäuse, Treffer vielen aber erst im Mitteldrittel.

Die Wiener gingen zweimal durch Selmser in Unterzahl (25.) und Craig im Powerplay (37.) in Führung, die Villacher schlugen aber durch Gauthier (29.) und Petrik (39.) jeweils schnell zurück. Im Schlussdrittel drängte das Team von Jim Boni auf die Entscheidung, vergab aber gegen die ohne Bousquet, Herbert Hohenberger und Wolfgang Kromp angereisten Kärntner die Chance auf die Entscheidung. Im Penaltyschießen trafen zunächst nur Setzinger und Brown, beide traten auch in der vierten Runde an: Setzinger scheiterte, Brown behielt die Nerven.

Linz weiter heimstark
Der EHC Liwest Black Wings Linz hat mit einem klaren 6:1-Sieg gegen den HK Jesenice den Anschluss an das Führungsduo Salzburg und Villach gehalten.

Damit gewann im Duell der beiden Mannschaften in dieser Saison nach fünf Auswärtserfolgen erstmals das Heimteam. Die Linzer feierten ihren neunten Heimsieg en suite, Jesenice kassierte die zweite Niederlage in Folge und ließ im Kampf um die Playoff-Plätze erneut wichtige Punkte.

Die Blackwings übernahmen von Beginn das Kommando und gingen in der 5. Minute durch Robert Shearer (50. Scorerpunkt) nach einer Unachtsamkeit von Jesenice-Schlussmann Glavic in Führung. Die Slowenen nutzten ihr erstes Überzahlspiel zum Ausgleich, Tomaz Razingar (10.) traf nach einem sehenswerten Alleingang. Für die neuerliche Führung der Linzer sorgte Martin Hohenberger ebenfalls im Powerplay in der Schlussminute des ersten Abschnitts, diese baute Benjamin Storey (26.) im Mitteldrittel aus.

Hohenberger (31.) mit seinem zweiten Treffer und Gregor Baumgartner (34.) sorgten für die Vorentscheidung zu Gunsten der Linzer. Im Schlussdrittel beschränkten sich die Oberösterreicher auf das Nötigste, die Slowenen waren nicht in der Lage zuzulegen. Das 6:1 durch Antti Virtanen in der 52. Minute fixierte den verdienten Heimsieg der Blackwings, die sich mit diesem klaren Erfolg in der Tabelle vier Punkte von den Slowenen absetzten.

KAC gewann Kellerduell gegen 99ers
Der KAC hat einen 6:3-Heimsieg gegen die Graz 99ers errungen. Die Partie blieb bis ins dritte Drittel völlig offen, letztendlich hatte der KAC mehr Substanz. Die Klagenfurter haben jetzt wieder vier Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten aus der Steiermark.

Nach elf Minuten im ersten Drittel sah es nach einer klaren Sache für den KAC aus, die Klagenfurter führten 2:0 , doch nach schweren Unsicherheiten in der Verteidigung mussten die Klagenfurter ein Tor in Überzahl durch Day (12.) hinnehmen. Im zweiten Durchgang stellte Hinz (21.) zwar schnell wieder den Zweitorevorsprung für den KAC her, doch Göttfried (28.) und Day (30.) mit seinem zweiten Tor in Unterzahl an diesem Abend sorgten für den Stand von 3:3.

In der 38. Minute verlor Graz-Stürmer Prvoznik nach einem Ellbogen-Check von Norris zwei Zähne. Der Steirer musste ärztlich versorgt werden, Norris wurde von Schiedsrichter Trilar wegen unerlaubten Körperangriffs mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe unter die Dusche geschickt. Zudem mussten die Klagenfurter die nächsten fünf Minuten lang mit einem Mann weniger am Eis auskommen. Die 99ers vermochten aus dieser Überlegenheit jedoch kein Kapital zu schlagen.

Den Höhepunkt des dritten Drittels stellte ein Rauferei zwischen Suorsa und Ban dar. Soursa wurde in Folge vom Schiedsrichter unter die Dusche geschickt. Späte Tore von Foster (54.) und Rebek (58.) entschieden das Kellerduell für den KAC. Das letzte Tor fiel, nachdem Bartholomäus sein Tor bereits verlassen hatte. (apa/red)

14.1.2007 21:14