Mittwoch, 3. Jänner 2007

Briatore zeigt Interesse am FC Parma: Renaults F1-Chef will im Fußball mitmischen

  • Kaufpreis soll sich unter 27,5 Millionen Euro bewegen

Der italienische Traditionsverein FC Parma, der im April 2005 Austria Magna mit dem Gesamtscore von 1:1 aus dem UEFA-Cup-Viertelfinale geworfen hat, steht wieder zum Verkauf. Interessenten können ein Gebot für den Serie-A-Klub abgeben. Schätzungen zufolge wird sich der Kaufpreis deutlich unter 27,5 Millionen Euro bewegen, berichtete "La Gazzetta dello Sport".

Als ein möglicher neuer Klub-Besitzer des Tabellenvorletzten wird Giambattista Pastorello gehandelt. Der ehemalige Besitzer des Vereins Hellas Verona war zwischen 1989 und 1996 Generaldirektor des AC Parma. Dieser gehörte zum zusammengebrochenen Parmalat-Konzern des früheren Klubchefs Calisto Tanzi. Im Jahr 2004 war Parma Associazione Calcio aus der Konkursmasse herausgelöst und in Parma Football Club Spa. umbenannt worden. Seitdem stand der Verein unter der kommissarischen Leitung des von der Regierung bestellten Interimspräsidenten Enrico Bondi.

Neben Pastorello plant angeblich auch Flavio Briatore, der Chef des Formel-1-Rennstalls Renault, den Einstieg in den Fußball. Der norditalienische Manager ist an der Übernahme interessiert. Nach Angaben der Mailänder Zeitung "Sole 24 Ore" könnte sich Briatore an der Auktion beteiligen. Ein weiterer Interessent ist der aus Lugano stammende Unternehmer Gaetano Valenza.

Jeder Interessent muss sich verpflichten, den UEFA-Cup-Sieger von 1995 und 1999 mindestens zwei Jahre lang nicht weiterzuverkaufen und dem Personal des Vereins eine Arbeitsplatz-Garantie zu geben. Ein Verkauf des dreimaligen Europacup-Gewinners war in den vergangenen Jahren wiederholt im letzten Moment gescheitert. U.a. hatte der frühere Präsident des spanischen Top-Klubs Real Madrid, Lorenzo Sanz, einen Kaufvertrag unterzeichnet, die Zahlungen dann aber doch nicht geleistet.

(apa/red)

3.1.2007 13:07