Saddam-Getreue vor Hinrichtung: Noch kein genauer Termin für die Exekution
- Ursprünglicher Termin nach Protesten verschoben
- Maliki nach Kritik: "Sache betrifft nur die Iraker"
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im Irak verschoben
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Über den Zeitpunkt der Hinrichtungen der Mitangeklagten von Iraks Ex-Staatschef Saddam Hussein herrscht weiter Ungewissheit. Seines Wissens gebe es noch keine Entscheidung über einen Termin, sagte ein Vertrauter des irakischen Ministerpräsidenten Maliki.
Ursprünglich waren die Hinrichtungen des Halbbruders von Saddam Hussein, Barsan al-Tikriti, und des früheren Präsidenten des Revolutionstribunals, Awad Ahmed al-Bandar, für Donnerstag geplant gewesen. Aufgrund internationaler Proteste verschob die irakische Regierung die Exekutionen jedoch.
Maliki betonte unterdessen mit Blick auf internationale Kritik an Saddams Exekution: "Wir sehen die Hinrichtung des Diktators Saddam Hussein als eine innere Angelegenheit an, die nur die Iraker betrifft." Es war die erste offizielle Reaktion Malikis zu diesem Thema.
Tikriti und Araji waren zusammen mit Saddam Hussein am 5. November wegen des Massakers an 148 Schiiten in Dujail in den 1980er Jahren zum Tode verurteilt worden. Saddam wurde am 30. Dezember durch den Strang hingerichtet. Die Exekution löste eine internationale Debatte aus. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft forderte den Irak am Freitag zur Aussetzung der Hinrichtungen auf. (apa)
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