Reporter fotografiert heimlich & deckt auf: Mangelnde Hygenie in italienischen Spitälern
- Mehrheit der Ärzte wäscht sich nur selten die Hände
- Regierung Prodi leitet sofort Untersuchung ein
Das italienische Gesundheitsministerium hat eine Untersuchung über den hygienischen Zustand der öffentlichen Krankenhäuser in die Wege geleitet. Die Untersuchung wurde von Gesundheitsministerin Livia Turco nach einer Reportage des römischen Nachrichtenmagazins "L'Espresso" angeordnet, das über gravierende hygienische Mängel in der römischen Poliklinik Umberto I, dem größten öffentlichen Krankenhaus Italiens, berichtet hatte.
Ein Journalist von "L'Espresso", Fabrizio Gatti, hatte sich als Arbeiter einer Reinigungsfirma in das Krankenhaus eingeschlichen und dort fotografiert. Die italienischen Medien veröffentlichten dieser Tage Studien, nach denen jedes Jahr bis zu 7.000 Patienten an den Folgen mangelnder Hygiene sterben. Lediglich 40 Prozent der Ärzte und Krankenschwestern würden sich die Hände waschen, bevor sie mit Patienten in Berührung kommen, berichteten italienische Medien am Freitag unter Berufung auf die Fachzeitschrift "International Journal of Infectious Diseases". (apa/red)
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