USA setzen wieder auf ihre Atommacht: Alte Nuklearwaffen könnten ersetzt werden
- Erste Neuentwicklung seit beinahe zwei Jahrzehnten
- Stopp für unterirdische Atomtests vor Aufhebung?
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Die Vereinigten Staaten werden in der kommenden Woche einem Bericht der "New York Times" ("NYT") zufolge einen bedeutenden Fortschritt bei der Entwicklung neuer Atomsprengköpfe bekannt geben. Es handle sich um die Entwicklung des ersten neuen Atomsprengkopfes seit fast zwei Jahrzehnten, berichtete die Zeitung.
Die Regierung wolle vorschlagen, zwei konkurrierende Konstruktionen aus verschiedenen Waffenschmieden zu kombinieren. Dies werde von Experten allerdings als nicht erprobt und riskant eingeschätzt. Die neuen Sprengköpfe sollten die alten Nuklearwaffen nicht ergänzen, sondern ersetzen, schreibt das Blatt.
Die neuen Waffen sollen der "NYT" zufolge robuster, verlässlicher und sicherer sein. Zudem sollten sie besser vor der Entwendung durch Terroristen geschützt sein. Die Sprengköpfe sollen nach Angaben der Zeitung zunächst auf U-Boot-Raketen montiert werden. Sollte der Plan von US-Präsident George W. Bush akzeptiert werden und der US-Kongress die Finanzierung beschließen, wäre eine umfassende Modernisierung der US-Rüstungsproduktionsanlagen für nukleare Waffen notwendig. Die Kosten hierfür würden auf mehr als 100 Milliarden US-Dollar (mehr als 76,4 Mrd. Euro) geschätzt, schreibt das Blatt. Spekuliert werde zudem, ob die USA ihren Stopp für unterirdische Atomtests aufheben würden, um die neuen Waffen zu testen.
(apa)
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