Nach sechs Jahren Gefangenschaft: Ex- Minister entkam kolumbianischen Rebellen
- Araujo irrte fünf Tage im Dschungel umher
- Gefecht zwischen Regierungstruppen und Rebellen

Nach sechs Jahren Gefangenschaft in der Gewalt der linksgerichteten Rebellenorganisation FARC ist dem früheren kolumbianischen Entwicklungsminister Fernando Araujo die Flucht gelungen. Araujo entkam seinen Peinigern während eines Gefechts zwischen den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) und Regierungstruppen, wie er mitteilte.
Er sei dann fünf Tage im Dschungel umhergeirrt und schließlich in dem Dorf San Agustin, rund 570 Kilometer nördlich von Bogota, von Soldaten gefunden worden. Er sei erschöpft, weil er in den vergangenen fünf Tagen nichts gegessen habe, sagte der Politiker dem Fernsehsender RCN. Ansonsten sei er aber bei guter Gesundheit. Araujo war am 5. Dezember 2000 in der Küstenstadt Cartagena entführt worden. Bereits im Dezember 2005 hatte die FARC eine Videoaufnahme Araujos veröffentlicht und im Austausch für ihn die Freilassung gefangener Rebellen gefordert. Die Rebellenorganisation kämpft seit mehr als 40 Jahren gegen die Regierung.
Bei dem Gefecht zwischen Regierungstruppen und Rebellen wurden nach Angaben von Verteidigungsminister Juan Manuel Santos sechs FARC-Kämpfer getötet. In einem Video hatte Araújo die Regierung aufgefordert, einem Austausch aller Gefangenen zuzustimmen.
In den nördlichen Gebieten Kolumbiens führt die FARC einen blutigen Krieg gegen die Regierung. Präsident Alvaro Uribe hatte Ende des vergangenen Jahres nach seiner Wiederwahl erklärt, hart gegen die Rebellen vorzugehen, was vor allem von den Angehörigen der Entführten kritisiert worden war. (apa/red)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
