Samstag, 6. Jänner 2007

Billigere F-5 aus der Schweiz: Letztes Wort laut SP-Kräauter noch nicht gesprochen

  • Kostengünstige Optionen sind angeblich noch offen
  • Sparsamkeits-Appell an ÖVP: Eurofighter zu teuer

Für SPÖ-Rechnungshofsprecher Kräuter ist im Zusammenhang mit einer eventuellen Verlängerung der kostengünstigen Leasingvariante der F-5 mit der Schweiz noch nicht das "allerletzte Wort gesprochen". Österreich solle sich grundsätzlich kostengünstige Optionen keinesfalls "ungeschickt und vorschnell" selbst verbauen, sagte Kräuter gegenüber der APA.

"Die widersprüchlichen Angaben aus der Schweiz im Hinblick auf die weitere Notwendigkeit der zwölf geleasten F-5 für die Schweizer Luftraumüberwachung und die Tatsache, dass weltweit tausende Flugzeuge dieses Typs vorhanden sind, eröffnen jedenfalls Perspektiven", meinte Kräuter.

Der Untersuchungsausschuss werde die Frage der Ausstiegskosten aus dem Eurofighter-Deal von unabhängiger Sachverständigenseite prüfen lassen, so der Rechnungshofsprecher: "Es könnte eine für den Steuerzahler erfreuliche Überraschung geben, die von EADS angegebene Stornohöhe von 1,2 Milliarden dürfte sich als vollkommen irreal herausstellen", so Kräuter.

"Die Kostenunterschiede bei verschiedenen Fluggeräten sind gewaltig. Vor den letzten Koalitionsgesprächen zur Luftraumüberwachung muss an die ÖVP appelliert werden, keine Justamentstandpunkte einzunehmen und Sparsamkeitsgedanken auch und gerade beim größten Rüstungsgeschäft in den Vordergrund zu stellen", so Kräuter.

(apa)

6.1.2007 17:54