Heiße Ministerkandidaten & Pensionisten: Häupl dürfte Wiener Stadträte austauschen
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Auch im Wiener Gemeinderat wird demnächst angelobt - nicht die gesamte Stadtregierung, aber zumindest der eine oder andere Stadtrat. Denn es gilt als sehr wahrscheinlich, dass aus Wien jemand in die Bundesregierung wechselt. Auch die Nachbesetzung des in Pension gehenden SP-Finanzstadtrates Sepp Rieder steht auf dem Programm. Die erste Sitzung des Gemeinderates im neuen Jahr ist der nächstmögliche Termin, um die neuen Stadtsenats-Mitglieder in ihr Amt einzuführen. Sie findet am 25. Jänner statt.
Angesichts der bevorstehenden großen Koalition sind auf Wiener Ebene naturgemäß ÖVP und SPÖ von den Rochaden betroffen. Auf VP-Seite wurde zuletzt Katharina Cortolezis-Schlager als mögliche Ministerin genannt, wobei sie das Wissenschaftsressort übernehmen könnte. Im Stadtsenat sitzt sie als nicht amtsführende Stadträtin.
Von größerer Bedeutung sind die Wechsel in der amtsführenden Stadtregierung, die angesichts einer absoluten Mandatsmehrheit nur aus SPÖ-Vertretern besteht. Und auch wenn Ambitionen auf ein Ministeramt überall fleißig dementiert werden: Das Spekulationskarussell dreht sich bereits munter. So wird der - bereits seit einer halben Ewigkeit als ministrabel geltende - Wohnbaustadtrat Werner Faymann als Fixstarter für die Bundesregierung gehandelt.
Als Wohnbauchef könnte der derzeitige SPÖ-Klubobmann Christian Oxonitsch folgen. Er hat sich schon im Gemeinderat den Themen Wohnen und Planung angenommen.
Ebenfalls als mögliche Kandidaten für ein Ministeramt gelten Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny und Umweltstadträtin Ulli Sima. Außenseiterchancen werden auch Integrationsstadträtin Sonja Wehsely und Gesundheitsstadträtin Renate Brauner eingeräumt.
Wenn ein Rathaus-Roter in den Bund wechselt und dadurch in Wien eine Regierungsumbildung erfolgen muss, wird auch Finanzstadtrat Sepp Rieder sofort in Pension gehen - und nicht erst wie geplant im Sommer. Das hat Bürgermeister Michael Häupl zuletzt im APA-Gespräch angekündigt. Für Rieders Nachfolge kämen unter anderem, falls er nicht Minister wird, Werner Faymann oder Renate Brauner in Frage.
Brauner war einst Personalstadträtin und kennt das Wiener Magistrat bestens, was ihr auch als Herrscherin über die Wiener Finanzen zu Gute kommen würde. Außerdem hat sie im Gesundheitsressort bereits wichtige Weichen gestellt: So wurde die Führung des Wiener Krankenanstaltenverbundes neu besetzt, auch die Planungen für ein neues Krankenhaus in Floridsdorf sind auf Schiene.
Der für Jugend und Sport zuständigen Vizebürgermeisterin Grete Laska wird von manchen nachgesagt, dass sie amtsmüde sei und aus der Regierung ausscheiden möchte. Sie wird dem Vernehmen nach aber bleiben. Immerhin ist sie in Wien Chefplanerin des wichtigsten Großevents der kommenden Jahre: Der Fußball-Europameisterschaft 2008.
(apa/red)
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