Freitag, 5. Jänner 2007

Längeres Leasing statt Eurofighter-Kauf? Schweiz will seine F-5 2008 zurückhaben!

  • Samuel Schmid: Schweiz braucht Maschinen selbst

Der Schweizer Verteidigungsminister Samuel Schmid lehnt die von der SPÖ ins Spiel gebrachte Verlängerung der österreichischen Übergangslösung mit den von der Schweiz gemieteten F-5-Abfangjägern ab. Im Radio-"Journal um fünf" sagte Schmid, er gehe davon aus, dass Österreich die Maschinen nach Auslaufen des Vertrages 2008 wieder zurückgibt, weil sie die Schweiz für die eigene Luftraum-Überwachung brauche.

Eine Verlängerung könne er sich nicht vorstellen, weil einerseits die Schweiz selbst Bedarf danach habe, und andererseits wohl auch Österreich nicht mit Provisorien seinen Luftraum sichern wolle. Dass die Schweiz mit eigenen Maschinen und Piloten für Österreich die Luftraumüberwachung übernimmt, kann sich Schmidt aus neutralitätsrechtlichen Gründen auch nicht vorstellen.

Österreich hat nach der Ausmusterung der Draken als Übergangslösung 12 F-5-Maschinen von der Schweiz geleast bis die Eurofighter in Österreich eintreffen. Die ersten Maschinen sollen laut Vertrag noch heuer in Österreich landen. Die SPÖ lehnt das aber ab und bemüht sich um Alternativen.

Mit Befremdung hat SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter auf die Aussagen Schmids reagiert. "Dem stehen die Aussagen des Chefs der Schweizer Luftwaffe, Markus Gygax, gegenüber, der noch vor wenigen Tagen in der bekannt seriösen und konservativen 'Neuen Züricher Zeitung' berichtete, dass er, sich eine Verlängerung der Mietvereinbarung vorstellen könne. Wörtlich ist davon die Rede, dass man darüber sprechen könne, 'falls sich die strategische Lage nicht grundsätzlich verändere'", erinnerte Kräuter in einer Aussendung.

(apa)

5.1.2007 09:48