Interner Partei-Zwist wegen Studiengebühr:
SP-nahe Tageszeitung ermahnt Gusenbauer
- Erinnert designierten Kanzler an Wahlversprechen
- Abrücken wäre "Kniefall" vor 'Koalitionspartner' ÖVP
·Skepsis über SPÖ-Pläne zu Uni-Gebühren
ÖVP: Ansturm deutscher Studenten befürchtet
·Statistik: Sehr viele Studenten bummeln
Nur jeder 6. schafft's in der Mindeststudienzeit!
·Studiengebühren nur noch halb abschaffen?
Gusenbauer rückt von zentraler Forderung ab
·'profil'-Umfrage: SPÖ liegt weiter vor ÖVP
Gusenbauer führt in
Kanzlerfrage vor Schüssel
·'profil'-Umfrage: SPÖ
glaubwürdiger als ÖVP
Mehrheit für Grasser in der nächsten Regierung
·Steuerreform doch nicht vor 2009/2010
Zehnte Koalitionsrunde ohne großen Durchbruch
·Elisabeth Gehrer bekräftigt ÖVP-Linie
Abschaffung der Studien-
Gebühren "falscher Weg"
·Sagen Sie uns Ihre Meinung zur Regierung
Mitreden: Was halten Sie von Gusenbauer & Co?
Im Zusammenhang mit den laufenden Koalitionsverhandlungen gab es aus den eigenen Reihen eine Ermahnung an SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer: Eine SP-nahe Zeitung erinnerte den designierten Bundeskanzler an sein Wahlversprechen, die Studiengebühr generell abzuschaffen und übte gleichzeitig Kritik an dessen jüngstem Kompromissvorschlag.
Gusenbauer hat als Entgegenkommen an die ÖVP vorgeschlagen, die Studiengebühr nur noch für jene Studenten abzuschaffen, die ihre Universitätsausbildung in durchschnittlicher Zeit beenden. Dieser Kompromiss will der einzig verbliebenen roten Tageszeitung Österreichs aber gar nicht schmecken: Die "Kärntner Tageszeitung" macht geltend, dass nicht jeder Student freiwillig bummelt. Vielmehr geschehe dies oft wegen des langen Wartens auf einen Semesterplatz, andere scheiterten am rechtzeitigen Studienabschluss, weil sie gleichzeitig Geld fürs Studieren verdienen müssten.
All jene, die länger als der Durchschnitt zur Beendigung ihres Studiums brauchen, in einen Topf zu werfen, wäre "absurd", schreibt die Politikchefin der "KTZ", Claudia Grabner. Noch absurder sei da nur "jene Realität, die uns vormacht, dass eine rot-schwarze Koalition an der Studiengebühr scheitern kann; an einem finanziellen Klacks; an einem Peanut, wie es bei ihrer Einführung im Jahr 2001 geheißen hat." Der jetzt im Raum stehende Kompromiss würde jedenfalls "nach Kniefall vor dem künftigen Koalitionspartner schmecken". (apa)
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