Samstag, 6. Jänner 2007

Lawinengefahr in Westösterreich: Touren- geher von Schneemassen erfasst & getötet

  • Vermisster Skifahrer konnte nur tot geborgen werden
  • Situation in Vorarlberger Bergern ist derzeit heikel

Ein Tourengeher ist in Vorarlberg von einer Lawine verschüttet worden. Die Schneemassen erfassten den Mann in der Nähe der Versalspitze im Montafon. Der Vermisste aus Gaschurn konnte nach mehrstündiger Suche nur noch tot geborgen werden. Die derzeitige Situation für Wintersportler wird von Experten als "heikel" beschrieben.

Der 50-jährige Gaschurner war allein zu einer Skitour zur Versalspitze aufgebrochen. Als er gegen 18.00 Uhr noch nicht zurück war, alarmierte seine Frau die Rettungskräfte. Gegen 21.00 Uhr wurde der Mann östlich der Versalspitze auf einem Lawinenkegel geortet.

Wie die Untersuchungen ergaben, lag er zu diesem Zeitpunkt bereits sieben Stunden unter den Schneemassen. Laut Sicherheitsdirektion Vorarlberg dürfte der Mann bei der Überquerung eines Südosthanges ein großflächiges Schneebrett losgetreten haben, das ihn mit sich riss und verschüttete.

Tirol: Tourengeher überlebten Lawinenabgang
Riesiges Glück hatten zwei Skitourengeher, die unabhängig von einander bei Seefeld im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land von zwei Lawinen mitgerissen worden waren. Die zwei Hobbysportler wurden nach Angaben der Polizei nach wenigen Metern von den Schneebrettern wieder "ausgespuckt" und blieben unverletzt.

Die Abgänge ereigneten sich im Bereich des Seefelder Jochs im Karwendelgebirge. Eine groß angelegte Suchaktion mit Bergrettung und Hubschraubern war die Folge. Die genaue Identität der beiden Tourengeher stand zunächst nicht fest.

Situation auf Bergen "heikel"
Als nach wie vor "heikel" beurteilt die Landeswarnzentrale die Situation für Wintersportler in den Vorarlberger Bergen. Die Lawinengefahr wurde mit der Stufe 3 als erheblich eingestuft. Erfahrungen in der Lawinenbeurteilung seien in vielen Regionen erforderlich.

Als Gefahrenstellen nannte die Landeswarnzentrale vorwiegend Steilhänge in westlicher, nördlicher bis südöstlicher Ausrichtung sowie generell eingewehte Rinnen und Mulden. Vor allem nördlich des Klostertales und Walgaus oberhalb von 1.800 Metern, im Rätikon, Verwall und der Silvretta über 2.100 Metern sei mit Bedrohungen zu rechnen.

(apa/red)

6.1.2007 12:05