Freitag, 5. Jänner 2007

Verschüttete bei Lawinenabgängen in Tirol:
4 Schweden wurden von Schneebrett erfasst

  • Eine weitere Person am Arlberg wurde leicht verletzt
  • Frau lag ca. zwei Minuten unter den Schneemassen

Mehrere Verschüttete hat es bei Lawinenabgängen in Tirol gegeben. Am Arlberg wurde eine Person nach ersten Informationen der Polizei leicht verletzt. In den Kitzbühler Alpen wurden vier schwedische Urlauber von einem Schneebrett erfasst. Eine Frau wurde dabei verletzt. Erhebliche Lawinengefahr bestand unterdessen im Rax-Schneegebiet in Niederösterreich.

Das Unglück am Arlberg ereignete sich im Gebiet der Hinteren Rendlspitze in der Verwallgruppe südlich von St. Anton. Die beiden Urlauber waren im freien Skiraum unterwegs. Einer der beiden kam mit leichten Verletzungen davon, der zweite Skifahrer blieb unverletzt.

Zwei Minuten unter Schneemassen
Von dem dem Abgang in der Nähe der Hanglalm bei Jochberg in den Kitzbühler Alpen war eine vierköpfige schwedische Urlaubergruppe betroffen. Eine Frau wurde verletzt, laut Polizei lag sie etwa zwei Minuten unter den Schneemassen, ehe sie von anderen Skifahrern geborgen werden konnte. Sie wurde von einem Hubschrauber ins Krankenhaus St. Johann geflogen.

Schneebrett ausgelöst
Das Unglück ereignete sich rund 50 Meter außerhalb des gesicherten Skiraumes. Die schwedische Urlaubergruppe hatte offenbar versucht, im Tiefschnee abzufahren, als das Schneebrett ausgelöst wurde. Die übrigen Gruppenmitglieder blieben unverletzt.

Warnstufe drei in Niederösterreich
Im Rax-Schneegebiet in Niederösterreich galt unterdessen nach Angaben der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik Warnstufe drei auf der fünfteiligen Skala. Für das Wochenende soll sich an dieser Situation nicht viel ändern.

Schneedeckenaufbau ungünstig
In den Ybbstaler Alpen war die Lawinengefahr mäßig (Stufe zwei), in den Türnitzer Alpen gering (Stufe eins) einzustufen. In den letzten Tagen hat es laut ZAMG zwar nur bis zu 20 Zentimeter geschneit, aber der stürmische Wind hat für starke Schneeverwehungen gesorgt und der Schneedeckenaufbau ist ungünstig.

(apa/red)

5.1.2007 12:44