Donnerstag, 4. Jänner 2007

Neue Lawinenabgänge in Vorarlberg: Drei Menschen von Schneemassen verschüttet

  • Niemand verletzt: Opfer abseits der Pisten unterwegs
  • Lawinengefahr in Vorarlberg erheblich bzw. groß

Beim Abgang eines Schneebretts in Lech am Arlberg ist ein Vater und eines seiner beiden Kinder verschüttet worden. Sie wurden von den Schneemassen allerdings nicht komplett zugedeckt und konnten sich mit Hilfe der Mutter und des zweiten Kindes befreien. Zuvor war in Warth am Arlberg ein 58-jähriger einheimischer Skilehrer von einer Lawine erfasst worden. Alle drei Personen blieben unverletzt.

Das Schneebrett löste sich abseits der gesicherten Skipiste im Bereich der Gipslöcher in Oberlech. Nach Angaben des Lecher Bürgermeisters Ludwig Muxel handelt es sich dabei um ein Naturschutzgebiet, das für Wintersportler tabu ist. Laut Muxel stürzte eines der Kinder der Urlauberfamilie in eines der Gipslöcher. Als der Vater daraufhin das Kind aus dem Gipsloch bergen wollte, ging die Lawine ab. Nachdem geklärt war, dass es keine weiteren Verschütteten gab, wurde die Suchaktion beendet.

In Warth am Arlberg war zuvor ein 58-jähriger einheimischer Skilehrer am Warther Horn von einer Lawine verschüttet worden. Der Mann war mit seiner Gruppe abseits der Pisten unterwegs und fuhr voraus in den Hang, als sich die Lawine löste. Der Skilehrer konnte sich nach Polizeiangaben sofort selbst befreien und blieb unverletzt. Am Vortag war ein 16-jähriger Skifahrer aus Deutschland in Klösterle am Arlberg unter ein Schneebrett geraten. Auch er konnte ohne Verletzungen geborgen werden.

In Vorarlberg herrscht generell erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3 auf der fünfstufigen Gefahrenskala, in Lech wurde die Lawinengefahr sogar als groß (Stufe 4) eingestuft. "Abseits der Piste ist es brandgefährlich", sagte Muxel gegenüber der APA. Die Landeswarnzentrale betonte, dass die Situation für Wintersportler an Gefahrenstellen weiter heikel sei. (apa/red)

4.1.2007 19:45