"Niedrigste Anzahl seit 56 Jahren": 2006 brachte neuen Tiefstand bei Verkehrstoten
- 727 Menschen starben im Vorjahr auf den Straßen

727 Menschen sind 2006 im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Laut Innenministerium handelt es sich um "die bisher absolut niedrigste Anzahl von Verkehrstoten seit Beginn der Aufzeichnungen vor 56 Jahren". Die Behörde will die positive Entwicklung durch weitere Schwerpunktkontrollen, modernisierte Technik und möglichst viele Polizisten auf den Straßen fortführen.
Sogar 1951 wurde mit 777 Verkehrstoten eine höhere Anzahl registriert. 1972 war das bisher schwärzesten Jahr mit 2.948 Toten. Seit diesem Jahr hat sich der Fahrzeugbestand jedoch mehr als verdoppelt. 727 Verkehrstote bedeutet auch 5,3 Prozent oder 41 Menschenleben weniger verloren als 2005.
Bis Ende August 2006 hatte der Rückgang aber sogar noch 14,6 Prozent betragen. Ein wichtiger Faktor der Verkehrssicherheit ist das Wetter: Schlechte Bedingungen bedeuten oft geringeres Verkehrsaufkommen und reduzierte Fahrgeschwindigkeiten. So hat laut Innenministerium 2006 ein langer, strenger Winter von Jänner bis März für stark gesunkene Werte bei den tödlichen Unfällen gesorgt. Der schöne Herbst hingegen ließ die Anzahl wieder ansteigen.
Unter dem Strich bleibt trotzdem ein deutlicher Rückgang, auch bei den allgemeinen Unfallzahlen: Bis Ende November 2006 ging auch die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden (minus 2,8 Prozent) und die der dabei Verletzten (minus 2,6 Prozent) zurück.
Für 2007 will das Innenministerium die Modernisierung der Verkehrsüberwachungsgeräte vorantreiben. Der Einsatz der Alkoholvortestgeräte soll fortgesetzt werden. Die Radargeräte sollen schrittweise auf digitale Systeme umgerüstet werden.
Gegenüber 2005 stark zurückgegangen ist die Anzahl der getöteten Pkw-Insassen. Einen Anstieg gab es bei Bus-Insassen und Fußgängern. Hauptunfallursache war zu hohes Fahrtempo gefolgt von Alkohol am Steuer. (apa)
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