Mittwoch, 27. Dezember 2006

Verletzungsgefahr durch Kunstschnee:
Tiroler Unfallchirurg warnt vor harten Pisten

  • Die Dämpfung durch weichen, frischen Schnee fehlt
  • Knochenbrüche und Verletzungen sind die Folgen

Wegen hoher Unfallzahlen auf den Tiroler Pisten mahnt ein Unfallchirurg zu besonderer Vorsicht beim Wintersporteln. Die Pisten seien durch den Kunstschnee vielfach extrem hart. Die Dämpfung durch weichen Schnee fehle wodurch das Verletzungsrisiko besonders hoch sei, berichtete das regionale ORF-Radio am Mittwoch.

Die meisten Wintersportler würden sich bei Stürzen und dem harten Aufprall auf der Piste den Schultergürtel verletzen, erklärte Unfallchirurg Felix Gillesberger vom Bezirkskrankenhaus Kufstein. Es fehle einfach die Dämpfung durch weichen Schnee. Dadurch würden sich Verletzungen wie Schlüsselbeinbrüche, Oberarmbrüche oder Brüche des Ellenbogens ergeben.

Helm und richtige Pisten
Der Unfallchirurg mahnte Skifahrer und Snowboarder zum Tragen von Helmen. Zudem sollten ungeübte Wintersportler Pisten mit höheren Schwierigkeitsgraden meiden. Abseits der Pisten sei zur Zeit in Tirol meist kein Schnee vorhanden.

Immer mehr Verletzte
Die Zahl der Wintersportler steige jedes Jahr - und damit auch die Zahl der Verletzten. Laut einer Prognose des Kuratoriums für Verkehrssicherheit müssen bzw. mussten sich Tirols Spitäler und Ambulanzen in diesem Jahr auf 15.000 bis knapp 17.000 Verletzte einstellen.(apa/red)

27.12.2006 16:46