Montag, 12. März 2007

Weder kalt noch öd: Mieze Medusa und Tenderboy durchqueren die "Antarktis"

  • Ungewöhnlicher, aber gefälliger Austro-HipHop

Der Name ist nicht Programm: Wer bei "Antarktis" ein eintöniges, kaltes Album erwartet, liegt falsch. Mieze Medusa, Tenderboy und DJ Smi liefern ein spannendes HipHop-Werk ab, das auch nach mehrmaligem Hören noch Überraschungen parat hält.

Der Longplayer ist geprägt von intelligenten, klaren Texten und der prägnanten Stimme von Mieze Medusa. Gepaart mit Tenderboys Beats ist "Antarktis" ein erfreulich rundes Album, dessen Qualität für österreichische Verhältnisse beachtlich ist. Einer der Höhepunkte ist das Dialekt-Stück "Waun da wau ned wa", das Assoziationen mit den Mundart-Helden Attwenger weckt. Insgesamt liegt "Antarktis" etwas abseits des deutschschprachigen HipHop-Äquators, was das Werk allerdings umso spannender macht - ausgetretene Wege sind schließlich fad.

Ein Beweis für die Qualität von Miezes Reimen ist der Sieg beim "Protest Song Contest 2007", bei dem sich die Gruppe mit dem Song "Nicht meine Revolution" gegen hunderte Mitbewerber durchsetzen konnte.

Mehr Infos:
www.miezemedusa.com

(red)

12.3.2007 15:34
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