Euro als Fremdwährung: Vier von zehn
EU-Bürgern sind noch nicht damit vertraut
- 29 % der Österreicher berichten von Schwierigkeiten
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Fünf Jahre nach der Einführung des Euro in zwölf europäischen Ländern sind Millionen Bürger immer noch nicht mit der neuen Währung vertraut. Bei einer Erhebung des Gallup-Instituts im Auftrag der Europäischen Union sagten 41 Prozent der 12.000 Befragten, der Umgang mit dem Euro bereite ihnen immer noch Probleme. 15 Prozent sprachen sogar von großen Schwierigkeiten.
Am besten ist der Euro der Umfrage zufolge in Irland und Luxemburg aufgenommen worden. Dort sahen 81 beziehungsweise 77 Prozent der Befragten keinerlei Probleme mit der neuen Währung. In Italien schlossen sich dagegen nur 45 Prozent dieser Einschätzung an - der niedrigste Wert innerhalb der Euro-Zone.
In Deutschland wiederum leben laut der Umfrage die meisten Menschen, denen speziell die Euro-Münzen noch große Schwierigkeiten bereiten. 37 Prozent berichteten hier von Problemen. In den Niederlanden und Österreich äußerten sich 31 beziehungsweise 29 Prozent der Befragten ebenso. In Spanien, Portugal und Finnland lag der Prozentsatz dagegen nur zwischen 7 und 9 Prozent.
Nur knapp die Hälfte der Befragten erklärte, der Euro habe alles in allem Vorteile gebracht. Bei der Einführung im Jahre 2002 waren noch 59 Prozent dieser Meinung. Jetzt dagegen hieß es häufig, der Euro habe zu Preissteigerungen geführt, obwohl die Inflationszahlen dies nicht bestätigen. In vielen Ländern wird beim Einkauf auch noch in der alten Währung kalkuliert. Auf große Objekte wie Autos oder Eigenheime trifft dies der Erhebung zufolge sogar zu 40 Prozent zu.
Ein idealistisches Ziel der Euro-Befürworter hat die Währung laut der Umfrage übrigens nicht erreicht: Sie hat die Bürger der Euro-Zone einander nicht näher gebracht. Auf die Frage, ob man sich seit der Einführung des Euros europäischer fühle, antwortete die große Mehrheit mit Nein.
(apa/red)
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