Österreicher lassen es zu Silvester kräftig krachen: 8,5 Mio. für Feuerwerkskörper
- Starker Handel mit Raketen und Knallkörpern
- Wirtschaftskammer mahnt zu sicherem Umgang
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Rund 10.000 Verkaufsstellen in ganz Österreich werden zwischen Weihnachten und Silvester bis zu 8,5 Millionen Euro Umsatz mit Feuerwerkskörpern machen. Die Wirtschaftskammer (WKÖ) mahnte in diesem Zusammenhang zu erhöhter Vorsicht beim Handling. Zwar habe es in den vergangenen Jahren kaum schwere Unfälle mit Feuerwerkskörpern gegeben, dennoch sollten einige Regeln beachtet werden.
Praktisch alle Raketen und Knallkörper, die unter der Bezeichnung "Kleinfeuerwerk" rund um Silvester angeboten werden, gehören der Klasse II an. "Aber nicht jeder, der solche Feuerwerkskörper kauft, weiß, dass die Verwendung nur in Städten und Orten gestattet ist, in denen es dafür eine Freigabe des Bürgermeisters gibt", erklärte Jürgen Siegert, stellvertretender Obmann des zuständigen Bundesgremiums des Eisen- und Hartwarenhandels in der WKÖ. Doch auch dann dürfen Feuerwerkskörper nicht überall abgeschossen werden, vor allem nicht in geschlossenen Räumen.
Rücksichtnahme sollte man in der Nähe von Krankenhäusern, Altersheimen oder Kirchen walten lassen. Außerhalb der Ortstafeln, also im so genannten Freiland, sei die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen der Klasse II grundsätzlich zulässig.
Mahnung zur Sicherheit
Siegert appelliert auch an die Benützer: "Zu beachten ist auch, mit Feuerwerks- und Knallkörpern stets vom Körper weg zu hantieren, niemals auf Menschen zu zielen oder bereits gezündete Feuerwerkskörper nicht in den Händen zu behalten. Und nicht vergessen: Auch kleinste Feuerwerkskörper dürfen nur entsprechend der Gebrauchsanweisung verwendet werden."
"Der heimische Groß- und Fachhandel legt großen Wert darauf, dass Pyrotechnikartikel, die etwa aus dem asiatischen Raum importiert werden, unter entsprechend guten Arbeits- und Umweltbedingungen gefertigt werden", betonte der Obmann. Entschieden distanziert sich Siegert von "bedenklichen Importen", man wolle weiterhin "auf Qualität und Beratung" setzen.
Abschließend lüftete der Experte noch das Geheimnis der Farbgebung: Strontiumsalze etwa lassen die Feuerwerke in dunkelroter Farbe erstrahlen, Calcium bewirkt ein Gelb-Rot, Natriumsalze sorgen für reines Gelb, Kupfersalze für Azurblau. Der Einsatz von Magnesium bewirkt Weiß oder Silber, die Verwendung von Eisen oder Kohle verleiht einen goldigen Glanz.
(apa/red)
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