Schon beim Saisonauftakt: Drei Gruppen-Systeme bringen mehr Schwung in ATP-Tour
- Etliche Sonntag-Starts & weniger "best of five"-Finali
- Höhere Preisgelder, Ausweitung des Video-Beweises
Das Tennis-Turnier in Adelaide wartet mit dem wohl interessantesten der neuen Gruppen-Systeme auf der ATP-Tour auf. Während die Top 16 fix im Pool-Raster stehen, spielen sich die übrigen 16 Spieler im Hauptbewerb in einer K.O.-Runde die verbleibenden acht Plätze aus. Die sozusagen letzten 24 ermitteln in Dreier-Gruppen die acht Viertelfinalisten, danach geht es wieder im bewährten K.O.-System bis zum Titelgewinn.
Außer in der ehemaligen australischen Formel-1-Stadt wird nach diesem Format auch Ende Jänner in Delray Beach, im Februar in Buenos Aires und Las Vegas, im April in Estoril, im Juli in Stuttgart und Umag sowie im Oktober in Stockholm gespielt. Nur im Wimbledon-Vorbereitungsevent in Queens wird es bei 48 Teilnehmern 16 Dreier-Gruppen geben, die Sieger spielen im Viertelfinale weiter.
Außer in Pörtschach ab 20. Mai wird nur Ende Jänner/Anfang Februar in Vina del Mar mit einem 24er-Feld und Gruppen gespielt, die acht Pool-Sieger kommen wie gehabt ins K.O.-Viertelfinale. In allen Gruppen-32er-Turnieren wird wegen des Plus an zu absolvierenden Partien bereits am Sonntag gestartet. In Pörtschach ebenfalls, allerdings ist da das Finale wegen der folgenden French Open schon für Samstag angesetzt.
Auch bei den K.O.-Turnieren in Monte Carlo im April und Montreal im August wird bereits am Sonntag mit dem Hauptbewerb gestartet, aber auch um das Rahmen-Programm u.a. mit Benefiz- und Prominenten-Matches zu forcieren. Vorteil des Gruppen-Systems ist, dass alle Top-Spieler zumindest zweimal zu sehen sein werden, was neben den Fans auch den Medien- und letztlich Turnier-Verantwortlichen gefällt.
Aber es gibt auch andere Neuerungen im in 30 Ländern stattfindenden und 63 Turniere umfassenden ATP-Zirkus. So wird die Anzahl der Fünfsatz-Finali stark reduziert, um diese Endspiele TV-tauglicher zu machen und auch die Belastung der Spieler zu reduzieren. In Kitzbühel und Wien wird auch nicht mehr "best of five" gespielt. Mehr Attraktivität für die Spieler soll eine allgemeine Anhebung der Preisgelder bringen.
Ausgeweitet werden soll schließlich die Möglichkeit des Video-Beweises, mit dessen Hilfe die Spieler aus ihrer Sicht strittige Referee-Entscheidungen überprüfen lassen können.
(APA/Red)
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