Dienstag, 26. Dezember 2006

Tennis-Ass stellt Rest in den Schatten: Federer ist Europas "Sportler des Jahres"

  • Austro-Skistar Benjamin Raich bei Wahl Fünfter
  • US-Golfer Tiger Woods siegt in seiner Heimat

Der Schweizer Tennis-Weltranglistenerste Roger Federer hat sich erneut in der von der polnischen Nachrichtenagentur PAP durchgeführten Umfrage nach Europas besten Sportler des Jahres durchgesetzt. Bester Österreicher in der zum 49. Mal durchgeführten Wahl, an der sich heuer insgesamt 16 europäische Nachrichtenagenturen beteiligten, war Ski-Doppel-Olympiasieger und Gesamt-Weltcupsieger Benjamin Raich als Fünfter. In den USA wurde Golf-Star Tiger Woods zum Sportler des Jahres gekürt.

Für Federer war es nach 2004 und 2005 (Ex-aequo-Sieg mit der russischen Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Isinbajewa) bereits der dritte Triumph en suite. Hinter dem Tennis-Dominator landeten mit gehörigem Respektabstand Formel-1-Doppelweltmeister Fernando Alonso aus Spaniens sowie Italiens Fußball-Weltmeister Fabio Cannavaro, der heuer als Europas und Welt-Fußballer des Jahres ausgezeichnet wurde, auf den Plätzen zwei bzw. drei.

Ergebnis PAP-Umfrage Europas "Sportler des Jahres 2006":
1. Roger Federer (SUI/Tennis) 145 Punkte
2. Fernando Alonso (ESP/Formel 1) 89
3. Fabio Cannavaro (ITA/Fußball) 75
4. Ole-Einar Björndalen (NOR/Biathlon und Langlauf) 58
5. Benjamin Raich (AUT/Ski alpin) 45
6. Sebastian Loeb (FRA/Rallye) 44
7. Justine Henin-Hardenne (BEL/Tennis) 42
8. Michael Greis (GER/Biathlon) 37
9. Jelena Isinbajewa (RUS/Leichtathletik) 33
10. Laure Manadou (FRA/Schwimmen) 28

Tiger Woods US-Sportler des Jahres
Tiger Woods ist von den US-Sportjournalisten zum vierten Mal zum Sportler des Jahres gewählt worden. Der Golfprofi setzte sich vor Football-Rekordmann LaDainian Tomlinson (beide USA) und dem Tennis-Weltranglisten-Ersten Roger Federer aus der Schweiz durch.

In der von der amerikanischen Nachrichtenagentur AP durchgeführten Wahl siegte Woods mit 260 Punkten knapp vor Tomlinson (230), Federer erhielt 110 Punkte. Der 31-jährige Woods feierte 2006 elf Turniersiege. Nach dem Gewinn der British Open und der PGA Championship in diesem Jahr bringt er es bereits auf zwölf Major-Turnier-Triumphe.

"Wenn man mehr als die Hälfte seiner Turnierstarts gewinnt, kann man wohl von einem guten Jahr sprechen", betonte Woods, dessen Vater Earl Anfang Mai nach langer Krebskrankheit gestorben war. Trotzdem hätte der Golf-Superstar nach eigenen Worten den Sieg auch dem mit ihm befreundeten Federer gegönnt: "Was er im Tennis geleistet hat, ist weitaus größer als meine Leistung im Golf." Mit seinem vierten Sieg stellte Woods den Rekord seines US-Landsmannes Lance Armstrong Radsport/2002-2005) ein.

(apa/red)

26.12.2006 12:42