Samstag, 30. Dezember 2006

Gewalt im Irak nach Saddams Tod: Mehrere
Autobomben in Kufa und Bagdad explodiert

  • Anschläge fordern erneut zahlreiche Todesopfer

Wenige Stunden nach der Hinrichtung Saddam Husseins sind bei einem dreifachen Anschlag im Nordwesten Bagdads 37 Menschen getötet und 76 verletzt worden. Nach Angaben der Sicherheitskräfte explodierten im Viertel Hurriya drei Autobomben fast zeitgleich. Zunächst war von 25 Toten die Rede. Hurriya ist ein Viertel, in dem sowohl Schiiten als auch Sunniten leben. In der Früh waren im Südirak bei der Explosion einer Autobombe in Kufa mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen.

Unklar war, ob die Tat im Zusammenhang mit der Exekution Saddam Husseins steht. Der Ex-Diktator war am frühen Samstagmorgen durch den Strang hingerichtet worden. Die unter dem Saddam-Regime unterdrückten Schiiten haben als stärkste Religionsgruppe inzwischen die Mehrheit in Regierung und Parlament.

In einigen sunnitischen Gebieten verhängte die Polizei Ausgehverbote, um Unruhen zu verhindern, darunter in der Heimatstadt von Saddam Hussein, Tikrit, und in Samarra. (apa/red)

30.12.2006 17:53