Nach Entführung von Österreicher im Irak: Tonaufnahme laut Außenministerium echt
- Lliefert aber keine Informationen über Aufenthaltsort
- Zuständige Behörden "rund um die Uhr im Einsatz"
Das Außenministerium geht von der Echtheit jener Audioaufnahme aus, in der der im Irak entführte Österreicher Bert Nussbaumer zu hören ist. "Die Tonbandaufnahme ist mit großer Wahrscheinlichkeit authentisch", sagte der stellvertretende Sprecher des Außenamts, Georg Schnetzer, der APA. Experten hätten die Stimmen der Geiseln identifiziert.
Schnetzer wies aber darauf hin, dass die Aufnahme "keine Informationen über den Aufenthaltsort und den Zustand" von Nussbaumer und den vier anderen US-amerikanischen Geiseln liefere. Schließlich sei sie schon vor einigen Wochen gemacht worden. Das Außenministerium hatte das Tondokument von Nussbaumers Arbeitgeber Crescent Security Group bekommen und danach von Experten eingehend untersuchen lassen.
Der Diplomat betonte, dass die zuständigen Behörden in enger Kooperation mit ihren internationalen Partnern "rund um die Uhr im Einsatz" seien, um Nussbaumer zu finden, und gehe dabei "allen zweckdienlichen Hinweisen" nach. Insbesondere sei auch schon ein erster Kontakt zu jener amerikanischen Journalistin hergestellt worden, die das angebliche Video mit den fünf Irak-Geiseln (Nussbaumer und vier US-Amerikaner) gesehen hatte, aber nur eine Tonaufnahme davon anfertigen durfte. Die Journalistin Hannah Allam sagte dagegen der Tageszeitung "Österreich", von österreichischer Seite sei noch niemand an sie herangetreten.
"Wir erhoffen uns weitere Hinweise zum Verbleib der Geiseln", stellte Schnetzer weitere Gespräche und ein persönliches Treffen mit der Journalistin in Aussicht. Die US-Zeitung "San Luis Obispo", für die Journalistin arbeitet, teilte mit, Allam und andere Reporter der US-Verlagsgruppe McClatchy Newspapers hätten das Video nur unter der Bedingung zu sehen bekommen, dass sie ihren Informanten und die Umstände des Treffens nicht preisgeben.
In der Aufnahme sind zunächst zwei der vier amerikanischen Geiseln zu hören, bevor Nussbaumer zu Wort kommt. Er spricht in englischer Sprache, erkennbar mit österreichischem Akzent, folgende Worte (ORF-Übersetzung): "Mein Name ist Bert Nussbaumer. Ich bin 25 Jahre alt, Wien, österreichischer Staatsbürger und ich will (... unverständliche Passage ...) mit meinen Freunden aus dem Irak." (apa/red)
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