Schwere Explosion in Mogadischu: Raketenangriff auf Haus von Milizenführer
- Mutter und ihre zwölfjährige Tochter wurden getötet
- Belagerung von Kismayo geplant

Bei einer Explosion nahe der früheren Residenz der islamischen Milizenführer in Mogadischu sind zwei Zivilisten ums Leben gekommen. Eine Mutter und ihre zwölfjährige Tochter seien durch die Detonation in einem Haus im Norden der somalischen Hauptstadt getötet worden, berichteten mehrere Zeugen übereinstimmend. Wer hinter dem Angriff steckte, war zunächst unklar.
Offenbar sei eine Handgranate explodiert, sagte ein Nachbar, dessen Familie durch die Explosion verletzt wurde. Einem anderen Bericht zufolge handelte es sich um einen Raketenangriff. Dieser habe sich offenbar gegen die äthiopischen Truppen gerichtet, meldete Medien. Sie hatten gemeinsam mit Soldaten der somalischen Übergangsregierung die Islamisten aus Mogadischu vertrieben. Äthiopien hatte in den Bürgerkrieg eingegriffen und das Blatt zu Gunsten der Übergangsregierung gewendet.
Die Lage in Mogadischu ist derzeit ruhig. Die Geschäfte waren geöffnet, am Hafen und am Flughafen waren äthiopische Truppen stationiert. Sie hatten gemeinsam mit den somalischen Regierungstruppen die Kontrolle über die somalische Hauptstadt übernommen, nachdem die islamischen Milizen sich aus Mogadischu zurückgezogen hatten und in die Stadt Kismayo im Süden des Landes ausgewichen waren.
Somalische und äthiopische Truppen rückten näher an Kismayo heran, um die Stadt einzukreisen. "Wir werden einen Belagerungsring um die Stadt errichten, aber die Tür für einen Dialog offen lassen, damit sie (die Islamisten, Anm.) die Waffen niederlegen können", sagte Vizepremier Aidid.
(apa/red)
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