Letzte Ehre für Ex-US-Präsident: Gerald Ford wurde mit Staatsakt im Kapitol geehrt
- Witwe bei Zeremonie in Washington sehr gefasst
- Dienstag: Offizielle Trauerfeier in National Cathedral

Der im Alter von 93 Jahren gestorbene frühere US-Präsident Gerald Ford ist mit einem Staatsakt im Kapitol der Bundeshauptstadt Washington geehrt worden. Nach der Zeremonie im Beisein der von Trauer gezeichneten, aber zugleich äußerst würdevoll wirkenden 88-jährigen Witwe Betty Ford blieb der geschlossene Sarg mit dem Leichnam im Kuppelsaal des Kongressgebäudes aufgebahrt, um der Bevölkerung bis zum Montagabend die Gelegenheit zum Abschiednehmen zu geben.
Nach einer für Dienstag geplanten Trauerfeier in der Nationalen Kathedrale in Washington soll Ford, der 1974 Nachfolger des wegen des Watergate-Skandals zurückgetretenen Richard Nixon geworden war, in Grand Rapids (Michigan) beigesetzt werden.
Der Sarg war von Palm Desert (Kalifornien) nahe dem bisherigen Wohnort Fords nach Washington geflogen worden. Während des Staatsakts, an dem unter anderem derzeitige und frühere Kongressmitglieder sowie Regierungspolitiker teilnahmen, würdigte Vizepräsident Richard Cheney Ford als einen Mann, dem die Nation höchsten Respekt und Dank schulde. Ford habe das Land sicher durch einer Krise geführt, die leicht in einer Katastrophe hätte enden können, sagte Cheney mit Blick auf den Watergate-Skandal.
US-Präsident George W. Bush selbst will dem Gestorbenen am Montag nach Rückkehr aus seinem Silvesterurlaub in Crawford (Texas) im Kapitol seinen Respekt bezeugen und dann bei der Andacht in der Kathedrale am Dienstag eine Trauerrede halten. Bereits in seiner wöchentlichen Rundfunkansprache hatte Bush ähnlich wie Cheney Ford als einen Mann gewürdigt, der das Land mit seinem Optimismus durch "dunkle Zeiten" geführt habe. (apa/red)
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