Klimawandel und der Wintertourismus:
Forscherin ist für lokale & regionale Studien
- Die Untersuchungen sind derzeit viel zu global
- Schneearme Winter hat es doch immer gegeben

·OECD-Studie warnt vor Klimawandel
Bald kein Ski-Tourismus mehr in Alpen möglich?
·Klimawandel - das Ende des Skifahrens?
FORMAT: Immer weniger Schnee im Alpenraum
·November 2006 wärmster seit 1950
Für Österreicher liegt Ursache im Klimawandel
·Wärmste Phase der letzten 1.300 Jahre!
Temperaturen im Alpen- Raum steigen weiter an
·Klimawandel auch im Skisport bemerkbar
Bei Verantwortlichen läuten die Alarmglocken
·Kein Pisten-Spaß unter 2.000 Meter
Der Klimawandel setzt dem Wintertourismus zu
Das Thema Klimawandel wird laut Prof. Dr.Helga Kromp-Kolb zu global behandelt. Für regionale und lokale Studien zu den Auswirkungen des Klimawandels hat sich die Klimaforscherin am Sonntagabend in der ORF-Diskussionssendung "Offen gesagt" ausgesprochen. Schladming sei hier bisher der einzige Vorreiter. Das Problem an Untersuchungen wie die erst kürzlich veröffentlichte Studie der OECD sei, dass sie das Thema Klimawandel zu "weitläufig" behandeln würden. Laut dieser Studie müssen 70 Prozent der Wintersportgebiete in Österreich um ihre Schneesicherheit fürchten.
Der Präsident des österreichischen Ski-Verbandes, Peter Schröcksnadel, sagte in der streckenweise hitzig geführten Debatte, Schnee arme Winter habe es immer gegeben. Die Thematik sei nicht neu. Was Kromp-Kolb bestätigte: Bereits 1971 sei vor den Folgen des Klimawandels gewarnt worden, 1985 dann massiv. "Das wirklich Erschreckende ist, dass man bisher nichts gemacht hat." Die Klimaforschung habe bisher nichts von ihren Prognosen zurücknehmen müssen.
Etwas ändern
Zweifel äußerte der ÖSV-Präsident an den Urhebern des Klimawandels. "Ich wünsche mir, dass wir es sind. Dann können wir etwas tun. Wenn wir es nicht sind, dann haben wir ein Riesenproblem."
Jeder ist schuld
"Wir sind es", versicherte ihm der Greenpeace-Klimaexperte Erwin Mayer. "Wir haben uns ein Treibhaus eingerichtet, das steht. Das können wir nicht mit dem Hammer einschlagen. Die Erwärmung ist für die nächsten 20, 30 Jahre vorgegeben." Was allerdings in den nächsten 50, 60 Jahren geschehe, "können wir sehr stark beeinflussen".
Saison wird verlänger
Sepp Schellhorn, Präsident der Hoteliersvereinigung, warnte vor Panikmache, weil es bisher wenig Schnee in diesem Winter gegeben habe. "Zu Tod gefürchtet ist auch gestorben." Die Tourismusbetreiber "wollen die Saisonen natürlich verlängern". Früher habe es keine Ski-Openings Ende November oder Anfang Dezember gegeben. (apa/red)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
