Ruf nach Kindergeld-Reform wird lauter: Grüne, FPÖ und BZÖ fordern Neuerungen
- AK-Studie: Wiedereinstieg ins Berufsleben verzögert
- Viele Mütter mit Teilzeit-Jobs - Zuverdienst-Probleme
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UMFRAGE: Was halten Sie von dem Vorschlag?
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Überraschende Verlierer: Von Fischer bis Schüssel
·Mindestpensionen im Nationalrat angehoben
Erneut Schlagabtausch zwischen SPÖ und ÖVP
·Sagen Sie uns Ihre Meinung zur Regierung
Mitreden: Was halten Sie von Gusenbauer & Co?

Grüne, FPÖ und BZÖ haben vehement Reformen beim Kindergeld gefordert. Die Grünen bezeichneten das Kindergeld mit Verweis auf eine AK-Studie als "Armutsfalle" für die Frauen, Freiheitliche und BZÖ forderten die Abschaffung der Zuverdienstgrenze. Der Studie zufolge kehren die Bezieherinnen von Kindergeld später ins Berufsleben zurück als die früheren Karenzgeldempfängerinnen.
Stiegen bei den Karenzgeld-Bezieherinnen noch 42 Prozent im zweiten Jahr nach der Geburt wieder ein, so sind es jetzt nur mehr 19 Prozent. Auch bei einem Beobachtungszeitraum von 39 Monaten sank die Zahl jener, die in eine dauerhafte Beschäftigung über der Geringfügigkeit zurückgekehrt sind, von 60,3 auf 51,1 Prozent. Die AK kritisierte zudem, dass die Zahl der Zuverdienerinnen zugenommen habe.
Dass die Bezieherinnen später ins Berufsleben zurückkehren, liegt vor allem am verlängerten Bezug. Während das jetzige Kindergeld maximal drei Jahre lang bezogen werden kann, wenn es von beiden Elternteilen in Anspruch genommen wird, oder maximal zweieinhalb Jahre von einem Elternteil, konnte das alte Karenzgeld ein Elternteil 18 Monate beziehen und der zweite konnte noch weitere sechs Monate anhängen.
"Wiedereinsteigerinnen bleiben oft nur Teilzeitjobs oder prekäre Arbeitsverhältnisse", kritisierte die Grüne Frauensprecherin Weinzinger. Auch FPÖ-Familiensprecherin Rosenkranz und BZÖ- Sozialministerin Haubner plädierten für die Aufhebung der Zuverdienstgrenze. Dadurch könnten Frauen sofort in ihren Beruf zurückkehren, so Rosenkranz.
(apa/red)
