Mittwoch, 20. Dezember 2006

Pop-Phänomen: Das Jahr der Christl Stürmer

Phänomen Stürmer. Sie hat es geschafft. Die Sängerin konnte sich international durchsetzen und führt eine glückliche Beziehung. Doch hält ihr Körper den Belastungen des Erfolgs stand?

Die Prognose war nicht gut: Die Oberösterreicherin Christina (vormals: Christl) Stürmer, 24, ist das, was man eine Sängerin aus der Retorte nennt, denn sie wurde in der ersten Staffel des Arbeitslosenproduktionsformats „Starmania“ erfunden. Doch am Ende dieses Jahres präsentiert sie sich weder gescheitert noch neurotisch. Im Gegenteil: Sie ist in Deutschland jemand geworden, und auch privat steht endlich alles zum Besten.

Nachdem die Nicht-mehr-Christl daheim dreimal in Folge bei dem Amadeus Austrian Music Award abgeräumt hatte, wurde ihr heuer in Deutschland das prestigereichere Original ausgehändigt: Der Echo in der Kategorie Rock/Pop National prangt nun neben Mehrfachgold und Platin, erworben in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Mehr als 1.500.000 Tonträger hat sie abgesetzt, Werbeverträge u. a. mit Eskimo, Joghurella und dem Mobilfunker 3 mehren das Bare. Und schließlich ist das in dieser Popularitätsklasse krisenanfällige Privatleben in besten Händen: Oliver Varga, 24, ist Christina Stürmers Gitarrist. Seit September ist die Sache offiziell, wie lange sie zuvor schwelte, weiß keiner. Und so wie ihre Musik reifer geworden ist, hat sie auch im Umgang mit den Medien gelernt.

Die vorhergegangene Beziehung zum heute im Musical aktiven „Starmania“-Kollegen Lukas Perman(schlager) wurde sehr öffentlich gelebt, was laut Stürmer auch zum raschen Finale beigetragen hat: „Es wurde sehr viel Scheiße über uns geschrieben. Daraus habe ich gelernt und gebe nicht mehr so viel von meinem Privatleben preis. Jetzt kann jeder wissen, dass ich glücklich bin, aber das war’s dann auch schon.“

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20.12.2006 17:56