Captain Muster rechnet ab

Thomas Muster: Der Ex-Davis-Cup-Kapitän übersiedelt für die nächsten Monate ans andere Ende der Welt, nach Australien. Vor dem Sprung nach Down Under sprach er mit NEWS über die Oldies-Tour, das heimische Tennis, die Ski- und Fußballpleiten.
Der Schmäh, dass das Bäumefällen auf seinem Weinberg in der Steiermark das Training ersetzt hätte, kam von einem Grazer Kleinformat und zündete beim derart zum Gartenarchitekten verdammten Thomas Muster, 39, nicht. Der schied beim Finale der Seniorentour in London früh aus und grantelte: Training am Platz kann durch nichts ersetzt werden. Ich werde in Australien wie ein Wilder trainieren.
In Down Under will die Tennislegende die nächsten Monate aber auch aus anderem Grund verbringen: Er hat nebst Grund und Boden in Noosa einen Stammhalter. Zu Sohn Christian, 5, will Muster eine positive Beziehung aufbauen. Das funktioniert nur, wenn man das über Monate praktiziert.
Den Australian Open wird er fernbleiben (Ich bin kein Adabei) über das heimische Tennis und die Pleiten im Fußball und im Skisport hat er sich unmittelbar vor dem Abflug in London mit NEWS intensiv unterhalten.
NEWS: Sie sind im Finale des Masters ausgeschieden, auf der Championstour Gesamtdritter das kann den bekannt ehrgeizigen Thomas Muster doch nicht zufriedenstellen?
Muster: Ich habe weniger gespielt als in den Vorjahren und hatte auch nicht viel Zeit ins Training investieren können, möchte aber nächste Saison mehr spielen. Und ich werde mich bemühen, auf einen Fitnesslevel zu kommen, damit ich nächstes Jahr dem Ansturm der nachdrängenden Jüngeren Paroli bieten kann.
NEWS: Ihr Ehrgeiz ist also ungebrochen?
Muster: Ich bin immer ehrgeizig. Auch wenn ich nur wenig trainiere, will ich trotzdem jedes Match gewinnen. Aber irgendwann kommt dann der Punkt, wo dir die Matchpraxis fehlt. Die Genauigkeit, das Timing, die Beinarbeit das passt alles einfach nicht mehr.
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