,Er hat sich selber in die Scheiße geritten

Der andere Fendrich. Harald Fendrich spricht im NEWS-Interview über
seinen ,großen Bruder Rainhard. Und über sein persönliches Koks-Drama.
Der Mann mit dem prominenten Namen sitzt in einem kleinen Café
in Maria Enzersdorf bei Wien und raucht ziemlich viele Zigaretten. Nein, sagt Harald Fendrich, lustig ist diese Geschichte auch für mich nicht. Es geht um den großen Bruder Rainhard, und es geht um Kokain. Vor 22 Jahren ist Harald selber drangewesen: Die weiße Straße führte geradewegs in die Haft, vier Monate lang, und dann zu einer horrenden Geldstrafe von einer Million Schilling.
Ich hab die Schnauze von dem Zeug voll, sagt der Mann im Schatten seines Bruders beim NEWS-Interview und schwört auf legale Drogen: Musik, Arbeit, Erfolg mit seinem Tonstudio und dann und wann ein Wodka Red Bull.
Er hat sich selber in die Scheiße geritten, bilanziert Harald dann noch das bittere Schicksal seines Bruders. Immer mehr und mehr, auf der schiefen Bahn seines Lebens: Scheidung, Rosenkrieg, Streit um den Sohn Lucas und zuletzt eben der Kokainskandal, der zum Prozess des Jahres führte.
Haschisch macht definitiv blöd, und Kokain macht definitiv verrückt, analysiert Harald Fendrich dann noch die Drogenfolgen. Sein einziges Laster: Er raucht 60 Zigaretten pro Tag. Zumindest zehn davon beim NEWS-Interview
NEWS: Wovon lebt Rainhards kleiner Bruder, wenn ich das so sagen darf, eigentlich?
Fendrich: Ich mache seit drei Jahren Hörfunk- und TV-Jingle-Produktionen mit meiner Firma Sounddesign. Davor war ich Musiker in verschiedenen Bands. Ich bin kein Millionär, aber ich kann mir eine bürgerliche Existenz finanzieren. Ich bin seit sechs Jahren glücklich verheiratet und habe jetzt eine kleine Tochter. Mein Leben ist nicht besonders aufregend.
NEWS: Im Gegenteil zu jenem von Rainhard.
Fendrich: Sicher ist mein Leben nicht so spektakulär wie seines. Das hat schon in unserer Jugend begonnen. Ich bin sechs Jahre jünger als er. Wenn Rainhard am Abend auf Partys gegangen ist, habe ich mir seine Gitarre geschnappt und heimlich geübt. Er ist halt wahnsinnig exaltiert und profilneurotisch. Ich bin ein Teamspieler, er ist immer schon der Frontmann gewesen. Das liegt ihm im Blut.
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