Angriff: Grassers Powerplay gegen Rot
- Schwarzer Joker: Grassers Attacke auf ,Gusi und Co.

·60 % wollen Grasser in nächster Regierung
NEWS: Gusenbauer setzt sich bei Koalition durch
Grasser attackiert im NEWS-Interview rote Zerstörer und bezweifelt den SP-VP-Zeitplan.
Zukunft: Grasser soll für Wolfgang Schüssel Vizekanzler werden oder
Rot-Schwarz platzen lassen.
Er habe sich schlicht noch nicht entschlossen, was er denn machen werde. Ich weiß noch nicht, ob ich in der Politik bleiben werde, erzählt Karl-Heinz Grasser im NEWS-Interview offiziell. Tatsäch-lich sendet der Finanzminister und parteifreie Liebling von Wolfgang Schüssel derzeit selbst im Freundeskreis unterschiedliche Signale aus. Einige Vertraute erleben einen ehrgeizigen Grasser, der gar Vizekanzler werden will. Andere Freunde des 37-Jährigen vernehmen völlig anderes: Ich will einen Top-Job in New York annehmen. Langjährige Kenner des Finanzministers sind allerdings überzeugt, dass Grasser die Politik brauche wie andere Menschen ihren Kaffee zum Frühstück. Wie auch immer.
Grasser als Bad Cop. In den mühseligen rot-schwarzen Koalitionsverhandlungen spielt der parteifreie Minister jedenfalls eine bemerkenswerte Schlüsselrolle. Er ist es, der für Wolfgang Schüssel den Part des bad cop übernommen hat. Er ist schließlich nicht nur
der perfekte Reibebaum für die Roten, er erzielt auch nach wie vor noch auffallend gute Werte in sämtlichen Umfragen. In der aktuellen NEWS-market-Umfrage wollen etwa stolze 60 Prozent, dass Grasser auch der nächsten Bundesregierung angehört.
Kein Wunder also, dass der Noch-Bundeskanzler seinen ehemaligen blauen Schützling so forciert. Mit ihm, so Schüssels Kalkül, könne er auch in etwaigen Neuwahlen punkten. Doch noch ist es nicht so weit. Zuvor muss Grasser den Sparefroh der Nation geben.
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PLUS: Das NEWS-Interview mit Karl-Heinz Grasser
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