"Cerberus-Angebot weit über den Bayern": Hundstorfer verrät Details des BAWAG-Deals
- Faule Kredite? Kaufpreisvorbehalt bis April bestätigt
- ÖGB bekommt 2,61 Mrd. Euro: "Werden überleben"
·BAWAG-Skandal im Banken-U-Ausschuss
Elsner nicht erschienen: Strafe für den Ex-Boss
·"profil": ÖGB hat weiterhin Schulden
Geheime 'Besserungs-
Vereinbarung' bei BAWAG
·BAWAG soll in fünf Jahren an die Börse
Stoss: "Es gibt keine Arbeitsplatzgarantie"
·BAWAG bleibt fünf Jahre bei Cerberus
Jobsicherheiten wurde in Brief an ÖGB garantiert
ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer geht nach dem Verkauf der BAWAG P.S.K. an den US-Fonds Cerberus davon aus, dass der ÖGB nicht insolvent wird. "Wir überleben, in welchem Ausmaß ist nicht klar". In einem Interview bestätigt er, dass es einen Kaufpreisvorbehalt gibt.
Demnach bekomme der ÖGB beziehungsweise seine Tochtergesellschaften 2,61 Mrd. Euro auf die Hand, darüber hinaus sehe der Vertrag "eine einzige Klausel" vor: Sollten bis zum 30. April 2007 faule Kredite auftauchen, die den Betrag von 400 Mio. Euro übersteigen, dann muss der ÖGB gegenüber dem Käufer für diesen Betrag gerade stehen. Alles, was darunter ist, schlucke der Käufer. Bei Auslegungsdifferenzen könne der ÖGB ein Schiedsverfahren beim Wirtschaftstreuhänder Ernst & Young anstrengen.
"Beim Closing höre ich zu rauchen auf", verriet Hundstorfer dem "Standard" im Interview weiter. "Also in drei bis fünf Monaten".
"Cerberus lag preislich weit über den Bayern", erklärt der ÖGB-Chef, werde "das Produkt BAWAG" in fünf Jahren an die Börse bringen. Eine Jobgarantie gebe es nicht, aber Absichtserklärungen, die Jobs zu halten.
(apa/red)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
