47 Filialen sind noch am Prüfstand: Post entscheidet 2007 über weitere Schließungen
- Zunächst soll aber erst Weihnachtsruhe einkehren
Die Post wird erst 2007 über weitere Postämter-Schließungen entscheiden. Die letzten Tage vor Weihnachten brächten traditionell die stärksten Umsätze. Dieses Geschäft wolle man noch abwarten und erst dann die Daten auswerten, sagte ein Sprecher der Post auf Anfrage der APA. Konkret stehen seit der letzten Schließungswelle Ende Mai 2005 noch 47 Filialen auf dem wirtschaftlichen Prüfstand.
Im August hatte Post-Filialnetz-Vorstand Götz angedeutet, dass "mehr als die Hälfte dieser Postämter nach dem Halbjahr einen Trend in Richtung wirtschaftliche Gesundung aufgewiesen" hat. Schaffen die Filialen nicht den Sprung in die Gewinnzone, sollen sie 2007 geschlossen werden. Eine weitere Verkleinerung des Postämter-Netzes darüber hinaus ist derzeit laut Management nicht geplant.
Seit 2001 hat die Post rund tausend Postämter - fast die Hälfte ihrer Filialen - zugesperrt. In der letzten Welle wurden Mitte 2005 alleine 310 Standorte aufgelassen. Seither hält das Unternehmen bei 1.334 Postämtern. Ziel war ein Kosteneinsparung in Höhe von 22,7 Mio. Euro. Nach der Restrukturierung hat die Post im Filialnetz schon im Gesamtgeschäftsjahr 2005 erstmals Gewinne geschrieben.
Über die Zukunft der 47 Postämter, die jetzt noch unter Beobachtung stehen, wollte das Unternehmen ursprünglich schon Mitte dieses Jahres entscheiden. Vor dem Hintergrund der Nationalratswahlen im Oktober wohl auch mit Rücksicht auf die Kommunalpolitik hatte das Management jedoch den Beobachtungszeitraum bis Jahresende verlängert. Götz dementierte jedoch damals einen Zusammenhang. Die Fristverlängerung sei weniger durch die Wahlen, sondern vom Wunsch motiviert gewesen, Ganzjahreszahlen für die Postämter zu bekommen, lhieß es. (apa)
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