Gigantisch transatlantisch: Euronext-Aktionäre stimmten für Fusion mit NYSE
- 98,18 Prozent sagen ja zur weltgrößten Börse
Die Fusion der europäischen Mehrländerbörse Euronext mit der New York Stock Exchange (Nyse) zur ersten transatlantischen Börse hat die entscheidende Hürde genommen. Auf einer Hauptversammlung in Amsterdam stimmten 98,2 Prozent der Euronext-Aktionäre für die milliardenschwere Fusion. Die Zustimmung der Aktionäre der Nyse gilt als sicher.
Beobachter hatten wegen der bis zuletzt anhaltenden Kritik einflussreicher Anteilseigner an dem Projekt nicht mit einer derart überwältigenden Mehrheit bei Euronext gerechnet. Durch den Zusammenschluss der vom Finanzplatz Paris dominierten Euronext und der Nyse entsteht die mit Abstand größte Börse der Welt. Sie wird Standorte in New York, Paris, Amsterdam, Brüssel, Lissabon und London haben.
Die Vorstände von Euronext und Nyse hatten sich bereits im Sommer auf die Fusion, die de facto eine Übernahme der Euronext durch die Nyse darstellt, verständigt und eine Gegenofferte der Deutschen Börse über Monate hinweg abgelehnt. Das an die Aktienkurse der beiden Börsen gekoppelte Angebot der Nyse lag zuletzt bei 95,53 Euro je Euronext-Aktie inklusive einer Barkomponente von 21,32 Euro. Das Euronext-Papier kletterte am Dienstag um 2,65 Prozent auf 93,05 Euro.
Zuvor hatten zahlreiche Aktionäre der Euronext die Bedingungen des Zusammenschlusses kritisiert. Viele befürchteten, dass quasi durch die Hintertür das strengere US- amerikanische Aktienrecht in Europa Anwendung finden könnte. Euronext und Nyse hatten dies immer wieder zurückgewiesen. Die Regulierungsbehörden in den USA und Europa haben der Fusion bereits zugestimmt.
(apa/red)
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