Wechsel bei Hypo Alpe Adria? SPÖ fordert Ablöse von Aufsichtsratspräsident Kulterer
- Schaunig: "Informationspflicht wurde nicht erfüllt"
- SPÖ stimmt Kapitalerhöhung der Hypo aber zu
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Die Kärntner SPÖ fordert die Ablöse des Hypo-Aufsichtsratspräsidenten Wolfgang Kulterer. Dieser sei im Zuge der durchgeführten Kapitalerhöhung seiner Informationspflicht an das Land nicht nachgekommen, machte Parteivorsitzende LHStv. Gaby Schaunig geltend. Es könne nicht sein, dass "der größte Eigentümer herausgehalten wird", betonte sie.
"Das ist keine gute personelle Besetzung im Sinne der Bank und des Landes", sagte die SPÖ-Chefin wenige Minuten vor Beginn der Hypo-Aufsichtsratssitzung zur Kapitalerhöhung im Ausmaß von 250 Mio. Euro vor Journalisten. Immerhin stehe der Hypo-Börsengang vor der Türe und "eines der elementaren Dinge ist hier der Informationsfluss zwischen der Bank und dem Eigentümer".
Schaunig erwartet sich daher "personelle Veränderungen an der Spitze des Aufsichtsrates der Hypo". Dazu ist ein Beschluss des Aufsichtsrates der Landesholding notwendig, dem ÖVP-Chef Landesrat Josef Martinz vorsteht. Das Landesholding-Kontrollgremium müsste dann einen entsprechenden Auftrag an die Generalversammlung erteilen.
Der Kapitalerhöhung der Hypo stimmt die SPÖ aber zu. Diese Aufstockung sei "wichtig und notwendig".
Glock und Sorger bei Kapitalerhöhung dabei
Eine Gruppe um den Hamburger Finanzdienstleister Tilo Berlin ist unterdessen bei der Hypo Group Alpe Adria eingestiegen. An der Investorengruppe, welche in Summe 250 Mio. Euro in die Kärntner Landesbank gesteckt hat, beteiligten sich auch der Waffenproduzent Gaston Glock und der Industrielle Veit Sorger.
Tilo Berlin ist seit mehreren Jahren auch in Kärnten aktiv. So hat er große Flächen am Ulrichsberg bei Klagenfurt gepachtet, wo jährlich Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung an die beiden Weltkriege stattfinden. Er ist auch stellvertretender Obmann der Ulrichsberg-Gemeinschaft. In der Gruppe sind aber auch ausländische Investoren vertreten.
Mit der Transaktion erhöht die Bank ihr Aktienkapital um etwa 9,1 Prozent. Da die beiden Haupteigentümer Land Kärnten und Grazer Wechselseitige Versicherung (GraWe) dabei nicht mitziehen, verwässern ihre Anteile von 49,4 (Land) bzw. 44,6 Prozent (GraWe) auf 44 bzw. 41 Prozent.
(apa/red)
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