"Piste war brutal schlecht": Kilian Albrechts bulgarisches Debüt endete mit einem Ausfall
- Kein Glück für Slalom-Ass nach Nationenwechsel
- Vorarlberger will wieder unter Top 15 der Rangliste
·Totale Pleite für ÖSV-
Herren in Alta Badia
Raich fädelt im 2. DG ein.
Rest scheitert im 1. Lauf
Mit Startnummer 50 hat Kilian Albrecht im Slalom von Alta Badia sein Weltcup-Debüt für Bulgarien gegeben. Dem beim ÖSV aussortierten Vorarlberger blieb das große Ziel, die Qualifikation für den zweiten Durchgang, verwehrt, Albrecht schied aus. "Die Piste war brutal schlecht. Da hätte ich mit dieser Startnummer schon einen Megalauf gebraucht, um in die Top-30 zu kommen", meinte der 33-Jährige nach seinem ersten Weltcup-Einsatz seit Shiga Kogen im März 2006 (Platz 19).
Albrecht hat unter bulgarischer Flagge trotz des verpatzten Starts große Ziele. "Ich will beim Weltcup-Finale dabei sein und wieder unter die Top-15 der Weltrangliste. Die Saison dauert noch lange. Und die WM in Aare wird sowieso ein Highlight", so der zweifache Zweite von Weltcup-Slaloms.
Dass die Form nach dem Training unter Dietmar Thöni stimmt, hatte Albrecht erst am vergangenen Donnerstag mit seinem Sieg im FIS-Slalom in Jerzens unter Beweis gestellt. Das große Problem stellen jedoch die hohen Startnummern und die dadurch schlechten Pistenbedingungen dar. Auch im Europacup muss Albrecht derzeit mit hohen Nummern ran, denn durch die langwierigen Formalitäten rund um den Nationenwechsel gingen wichtige Zeit und einige Rennstarts verloren.
"Das war mühsam. Aber jetzt kann ich mich wieder voll aufs Skifahren konzentrieren", meinte der Neo-Bulgare. Albrecht, der vorher auch mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Ungarn verhandelt hatte, war bis dato zwei Mal in Bulgarien und berichtete über den dortigen Skiverband: "Der Verband will jetzt ein gewisses System reinbringen und wird immer professioneller. Sie sind relativ gut organisiert."
Bis zu den nächsten Weltcup-Einsätzen im Jänner in der Schweiz wird sich Albrecht wieder im Europacup und bei FIS-Rennen versuchen. Für Adelboden und Wengen hat Albrecht ein gutes Gefühl. "Das sind Rennen, bei denen traditionell auch mit hohen Nummern einiges möglich ist."
(apa/red)
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