Übereinkommen gebrochen: Kolumbien
bewirbt sich um Weltmeisterschaft 2014
- Adäquate Stadien und Infrastruktur fehlen aber

Der kolumbianische Fußball-Verband (FCF) hat angekündigt, sich um die Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2014 zu bewerben. Kolumbien brach damit das vor drei Jahren erzielte Übereinkommen der südamerikanischen Verbände, das die alleinige Bewerbung Brasiliens für die übernächste WM vorgesehen hatte.
Südamerika, das zuletzt 1978 in Argentinien eine WM-Endrunde ausgetragen hatte, wäre auf Grund des Rotationssystems der FIFA, der "logische" Austragungsort. FIFA-Präsident Joseph Blatter relativierte jedoch jüngst, dass falls sich kein geeigneter südamerikanischer Kandidat fände, die WM "nach Norden gehen" würde.
Die FCF gab zu, "dass es eine langer und schwerer Weg wird", und noch viel Arbeit zu erledigen sei, da Kolumbien derzeit weder über adäquate Stadien noch die notwendige Infrastruktur verfügt. Brasilien kämpft ebenfalls mit Problemen und gab zuletzt zu, kein einziges WM-taugliches Stadion vorweisen zu können.
Kolumbien war bei Fußball-Großveranstaltungen in der Vergangenheit negativ aufgefallen: Die WM 1986 war den Südamerikanern bereits fix zugesprochen, zwei Jahre vor WM-Beginn musste die Bewerbung wegen finanzieller Probleme wieder zurückgezogen werden. Das Copa America 2001 in Kolumbien war wegen Sicherheitsbedenken verschoben und später doch durchgeführt worden. Mitfavorit Argentinien sagte die Teilnahme wegen Mangel an Sicherheit und der Terrorgefahr im Austragungsland ab. Die endgültige Vergabe der WM 2014 erfolgt im November 2007.
(apa/red)
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