Schulen im Jahr 2007: PISA-Ergebnisse im Dezember, Klassenschüler-Höchstzahl 25
- Umwandlung: Pädaks zu pädagogischen Hochschulen
- Studiengebühren für Pflichtschullehrer-Ausbildung

Im Dezember 2007 naht wieder einmal die Stunde der Wahrheit: Dann werden die Ergebnisse der heuer zum dritten Mal durchgeführten Bildungsvergleichsstudie PISA (Programme for International Student Assessment) bekannt gegeben. Getestet wurden in Österreich rund 5.000 Jugendliche des Geburtsjahrgangs 1990.
Der Schwerpunkt lag diesmal auf den Naturwissenschaften, daneben wurden noch die Kompetenzen in den Bereichen Lesen und Mathematik erhoben.
Vorstellung der Lese-Test-Ergebnisse
Bei den bisherigen beiden PISA-Studien landete Österreich weit entfernt von der Spitze im Mittelfeld. Ebenfalls im Dezember 2007 werden die Resultate des erstmals durchgeführten Lese-Tests PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study) vorgestellt, der an rund 4.500 Kindern der vierten Klasse Volksschule durchgeführt wurde.
Höchstens 25 Schüler pro Klasse
Zwar noch nicht beschlossen, aber so gut wie fix ist eine Senkung der Klassenschüler-Höchstzahl auf 25 zumindest an den Pflichtschulen ab dem Schuljahr 2007/08. Dieses Thema ist zwischen SP und VP praktisch fixiert, auch die Landeshauptleute haben sich bereits dafür ausgesprochen. Mehrere Länder haben die Senkung im Pflichtschulbereich bereits angekündigt, beschlossen ist sie bisher nur in der Steiermark. Derzeit dürfen 30 Kinder in einer Klasse sitzen, in Ausnahmefällen sogar 36.
Einführung Pädagogischer Hochschulen
Ab Herbst 2007 gibt es außerdem Änderungen bei der Ausbildung der Pflichtschullehrer: Dann werden die bisherigen rund 50 Pädagogischen Akademien (Pädak) und Pädagogischen Institute (PI) in Hochschulen (PH) umgewandelt. Die Pädaks und PI des Bundes werden in neun PH zusammengefasst - in allen Bundesländern außer dem Burgenland eine sowie die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien. Dazu kommen noch vier private von der Kirche getragene Hochschulen (Haupt-Standorte in Wien, Linz, Graz und Innsbruck), die vom Bildungsministerium akkreditiert werden müssen. Künftig sollen die Pflichtschullehrer mit dem Bachelor abschließen und damit Akademiker sein.
Einführung von Studiengebühren
Die PH bleiben Dienststellen des Bundes, damit unmittelbar dem Bildungsministerium unterstellt und erhalten nicht die gleiche Autonomie wie die Unis. Wie diese werden sie aber Studiengebühren in der Höhe von 363,36 Euro einheben - bisher war die Pflichtschullehrer-Ausbildung gratis. Unverändert an den Unis verbleibt die Ausbildung der Lehrer an den höheren Schulen.
(apa/red)
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