Piergiorgio Welby in Rom beerdigt: Nur
zivile Bestattung für Sterbehilfe-Vorkämpfer
- Katholische Kirche lehnte religiöse Beerdigung ab
- Welby litt seit Jugend an unheilbarer Krankheit

Der Italiener Piergiorgio Welby, dessen Beatmungsgerät nach jahrelangem Todeskampf auf eigenen Wunsch abgestellt worden war, ist in Rom beerdigt worden. Hunderte Menschen waren zu der Trauerfeier vor einer Kirche auf der Piazza San Giovanni Bosco gekommen. Welby wurde in einer weltlichen Zeremonie zu Grabe getragen. Die katholische Kirche hatte eine religiöse Beerdigung abgelehnt. Sie begründete dies damit, dass Welbys Todeswunsch der katholischen Doktrin widerspreche.
Der 60-Jährige, der an unheilbarem Muskelschwund litt und viele Jahre völlig gelähmt war, war am Donnerstag gestorben. Er hatte zuvor einen Monate langen öffentlichen Kampf um seinen Tod geführt und damit eine heftige Debatte über das Thema Sterbehilfe ausgelöst.
(apa/red)
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