Für Extremisten gehalten: Israelis töten ein 13-jähriges Palästinenser-Mädchen!
- Neuer Anlauf: Abbas verkündet wieder Waffenruhe
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Jüngster Waffenstillstand schon wieder brüchig
Israelische Soldaten haben im Westjordanland ein palästinensisches Mädchen erschossen. Die 13-Jährige sei versehentlich für einen Extremisten gehalten worden, der auf illegale Weise nach Israel gelangen wollte, erklärte ein Militärsprecher. Der Zwischenfall hat sich nahe der Stadt Tulkarm ereignet. Unterdessen hat Palästinenser-Präsident Abbas eine neue Waffenruhe angekündigt.
Dem Sprecher zufolge wird der Vorfall untersucht, zudem wurden demnach ein Soldat und ein Vorgesetzter bis zum Ende der Untersuchungen suspendiert. Insgesamt hat die israelische Armee damit im Westjordanland drei Palästinenser an einem Tag getötet. Ungeachtet eines im vergangenen Monat vereinbarten Waffenstillstands für den Gaza-Streifen setzt Israel seine Militäraktionen im Westjordanland fort.
Neuer Anlauf für Waffenruhe
Nach den erneuten Kämpfen zwischen den rivalisierenden Palästinensergruppen Fatah und Hamas haben sich beide Seiten auf eine erneute Waffenruhe geeinigt. Das teilte der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas in Ramallah im Westjordanland mit. Schießereien und militärische Kundgebungen würden beendet.
Eine vorausgegangene Waffenruhevereinbarung hatte sich binnen 24 Stunden als weitgehend brüchig erwiesen. Ob der neue, von Ägypten vermittelte Waffenstillstand Bestand haben wird, blieb zunächst unklar. Der Konflikt zwischen der Fatah des gemäßigten palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas und der radikal-islamischen Hamas hatte sich verschärft, nachdem Abbas Neuwahlen vorgeschlagen hatte. Die regierende Hamas-Bewegung hatte das Vorhaben kategorisch abgelehnt und von einem Umsturzversuch gesprochen.
(apa/red)
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