Neue Polonium-Spuren in London entdeckt: Drei weitere Hotelangestellte verstrahlt
- Dosis ist aber angeblich nicht akut gefährdend
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im Fall Litwinenko
KLICKEN: Ein Porträt
von Mario Scaramella
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Ex-Spion vom russischen Geheimdienst vergiftet?
Im Fall des vergifteten russischen Ex-Spions Alexander Litwinenko sind bei drei weiteren Londoner Hotelangestellten Rückstände eines radioaktiven Gifts gefunden worden. Damit sind Spuren von Polonium 210 bei insgesamt neun Mitarbeitern von zwei Londoner Hotels entdeckt worden, in denen der frühere Geheimdienstmitarbeiter russische Kontaktpersonen getroffen hatte.
Nach Angaben der britischen Gesundheitsbehörden ist die Gesundheit der neun Hotelangestellten nicht akut gefährdet, langfristig sei das Risiko einer Erkrankung wahrscheinlich sehr gering. Gleiches gelte für Litwinenkos Frau, bei der Tests ebenfalls Polonium-Rückstände ergaben.
Litwinenko war nach dem Treffen mit den Kontaktpersonen am 1. November erkrankt und rund drei Wochen später gestorben. Der Putin-Kritiker beschuldigte den russischen Präsidenten auf dem Sterbebett, seine Ermordung befohlen zu haben. Der mysteriöse Todesfall hatte Spekulationen über das Motiv für die Vergiftung Litwinenkos ausgelöst und die Beziehungen zwischen Russland und Großbritannien belastet. Die Mutmaßungen reichten von einem Auftragsmord an einem unliebsamen Kritiker über eine Geheimdienst-Fehde bis hin zu Berichten, Litwinenko habe hochrangige russische Vertreter erpressen wollen. In die Ermittlungen haben sich mittlerweile deutsche und britische Kriminalbeamte sowie die internationale Polizeibehörde Interpol eingeschaltet.
(apa)
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