Zweiter Verdächtiger gefasst: Wer ist der wahre Prostituiertenmörder von Ipswich?
- Am Vortag geschnappter Mann nur ein Aufschneider?
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·Ipswich: Polizei schnappt Verdächtigen
37-Jähriger könnte fünf-
facher Frauenmörder sein
·Chronologie: Fünf Leichen in zehn Tagen
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Hass, Kannibalismus oder Sex-Fantasien

Im Mordfall von fünf Prostituierten im Osten Englands werden jetzt zwei Männer verdächtigt, der berüchtigte "Suffolk-Ripper" zu sein. Die Polizei in Ipswich verhaftete einen 48-Jährigen, der laut Kripo-Chef Stephen Gull für alle fünf Bluttaten verantwortlich sein könnte. Unter demselben Verdacht wurde bereits ein 37-Jähriger festgenommen, der in der Nähe des Fundorts der Leichen wohnte. Beide Männer wurden Gull zufolge an einem geheimen Ort verhört, vorerst aber noch nicht formell beschuldigt.
Die jüngste Verhaftung erfolgte im Rotlichtviertel von Ipswich, wo die ermordeten Prostituierten gearbeitet hatten. Die Straße wurde abgesperrt, das Wohnhaus des Festgenommenen zur Spurensicherung gründlich durchsucht. Später wurde ein dunkelblaues Auto vor der Tür abgeschleppt. Nachbarn erklärten, der Mann sei erst vor kurzem in die Gegend gezogen und habe keinen Kontakt zu den übrigen Bewohnern gesucht.
Zur Person der beiden Verdächtigen äußerte sich die Polizei nicht. Britische Medien identifizierten den festgenommenen 37-Jährigen jedoch als denselben Tom Stephens, der seine Verhaftung in einem Zeitungsinterview vom Sonntag geradezu angekündigt hatte. Vieles spreche dafür, dass er für den Täter gehalten werden könnte, sagte Stephens laut "Sunday Mirror". Zudem habe er für den jeweiligen Zeitpunkt der Morde keine oder nur sehr vage Alibis. Dennoch fürchte er sich nicht vor einer Anklage, da er unschuldig sei.
Die nackten Leichen der fünf Ermordeten wurden vom 2. Dezember an binnen zehn Tagen im Umkreis von Ipswich gefunden. Bisher konnte nur bei zwei Opfern die Todesursache eindeutig geklärt werden: Druck auf den Hals beziehungsweise Strangulierung. Die Ergebnisse von drei weiteren Autopsien standen noch aus. Der Fall des "Suffolk-Rippers" hat in Großbritannien höchste öffentliche Aufmerksamkeit erregt, die Polizei führt die Ermittlungen mit Hochdruck.
(apa/red)
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