Mittwoch, 20. Dezember 2006

"Kein Zurück zur alten Schuldenpolitik": Minister Grasser warnt politische Mitbewerber

  • Untergruppen-Wünsche kosten 5 bis 6 Milliarden Euro
  • Nachdenkpause: Zukunftsplanung über Weihnachten

Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat einmal mehr vor einem "Zurück zur alten Schuldenpolitik" gewarnt. In einem Interview meinte der Minister, in den Untergruppen der Koalitionsverhandlungen werde "Wünsch-dir-was" gespielt. Die Mehrkosten daraus bezifferte er mit fünf bis sechs Milliarden Euro.

Es dürfe kein Belastungspaket und auch keine neuen Steuern geben, so Grasser im Fernsehmagazin "Report". Mehrausgaben - etwa in den Bereichen Bildung, Forschung, Arbeitsmarkt und Infrastruktur - seien nur möglich, wenn die Kosten in anderen Bereichen gesenkt werden.

Über seine künftige "Lebensplanung" will der Minister - gemeinsam mit seiner Familie - in den Weihnachtsferien nachdenken. Im Jänner wolle er zu einer persönliche Entscheidung kommen, so Grasser. (apa/red)

20.12.2006 11:23