Nach Strafmilderung: Irving will Österreich jetzt vor UNO-Menschenrechtsrat zitieren!
- Holocaust-Leugner rüstet sich für juristischen Kampf
- Abschiebungsbefehl soll rückgängig gemacht werden

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Der umstrittene britische Historiker David Irving, der in Wien vorzeitig aus der Haft entlassen wurde, will Österreich vor den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen zitieren. Er sei im Februar zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden und habe mehr als 400 Tage in Österreichs ältestem Gefängnis in Einzelhaft verbracht, weil er vor 17 Jahren in zwei Reden eine Meinung vertreten habe, sagte Irving in einem von dem Onlinedienst "Reporters Notebook" veröffentlichten Brief.
"Not nice" - "nicht schön", sagte Irving. "Wir rüsten uns jedoch in Österreich für einen neuen juristischen Kampf, einmal um den Abschiebungsbefehl rückgängig zu machen, und zum anderen, um Österreich vor ein UN-Gericht für Menschenrechte zu zitieren".
Irving war von einem Wiener Straflandesgericht für schuldig befunden worden, in zwei Reden 1989 Zweifel an dem vorsätzlichen Massenmord an Juden und der Existenz der Gaskammern in Auschwitz geäußert zu haben." Seine Entlassung auf Bewährung bezeichnete er als "einen echten Sieg für eine echte Geschichtschreibung." Sein Internetdienst werde bald wieder erschienen, sagte Irving, der wieder nach Großbritannien zurückgekehrt ist.
Gegen den Briten besteht ein unbefristetes Aufenthaltsverbot in Österreich. Der 68-Jährige war zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden, nach 13 Monaten Haft wurde die Reststrafe auf Bewährung ausgesetzt.
(apa/red)
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