Freitag, 23. Februar 2007

Salonimpressionen aus der Grashofgasse:
Herbert Hacker über den "Hollmann Salon"

  • Stilsicheres Ambiente ohne üblichen Designerkitsch
  • FORMAT: Lustlose & gewürzarme Fünf-Emente-Küche

Die Salon-Masche liegt offenbar stark im Trend. Die Gäste sollen sich dabei an der Intimität einer scheinbar halboffiziellen Gaststätte erfreuen. Das trifft auch auf den neuen Hollmann Salon zu, ein Ableger des Boutiquenhotels Hollmann Beletage.

Die Lage des Salons im idyllischen Heiligenkreuzerhof, aber auch die Einrichtung ist großartig und ohne Vergleich. Stilsicher wurde hier ein Ambiente geschaffen, frei von dem sonst so unerträglich gewordenen Designerkitsch.

Fünf-Emente-Küche
Die Küche stammt von Alfred Stadler, ein Küchenhaudegen, der in Wien schon in grauer Urzeit Hauben und Sterne erkochte. Stadler hat sich in den letzten Jahren allerdings als besonders "gesundheitsbewusster" Koch hervorgetan und sich unter anderem auch der Fünf-Elemente-Küche zugewandt. Und so schmeckt sein Essen auch - leider. Auf der Karte stehen nur wenige Gerichte, darunter ein Rindsbraten mit Knödel und ein Wels im Gemüsesud. Alles mag ja nach den neuesten ernährungswissenschaftlichen Kriterien fabriziert worden sein, wem aber eine derart lustlose und gewürzarme Küche nicht wirklich zusagt, der wird in diesem Salon nicht heimisch werden.

Hollmann Salon - im Heiligenkreuzerhof
1010 Wien
Grashofgasse 3
Tel. 01/96 11 96 0-40
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10.30-22 Uhr, Sa 10-18 Uhr
Preise: VS bis 6, HS bis 24 Euro

23.2.2007 14:50